Die besten Aktien aus Spanien, Italien und Portugal in einem Papier: Das Euro Peripherie Value Select TR Zertifikat

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Europa steckt in einer tiefen Klemme. Der Ausbruch der globalen Finanzkrise hat die Konstruktionsfehler des Euros aufgedeckt. Hohe Schulden einiger EU-Länder, Ungleichgewichte im Handel und die unterschiedliche Wettbewerbsfähigkeit haben den Euro in Gefahr gebracht. Nur mit deutlicher Intervention der Europäischen Zentralbank und riesigen Rettungsschirmen der Regierungen, wie dem EFSF und dem ESM in noch nie da gewesenen Größenordnungen von 780 Mrd. Euro bzw. 700 Mrd. Euro, konnte ein Zusammenbrechen der Eurozone verhindert werden.

Krisen sind Chance und Risiko zugleich

Die Stimmung an den Märkten in den südlichen Euro-Ländern ist nicht gut. Ängste vor einer Verstaatlichung des gesamten Bankensystems, Protektionismus, Kapitalkontrollen und sogar dem Ende des Euros gehen um. Tatsächlich kann schlechtes Wirtschaften zum Verfall einer Volkswirtschaft führen. Es gibt in der Geschichte aber auch Beispiele, bei denen die Wende zum Besseren gelang. Die Russland- oder Asienkrise (1997 bis 1999) waren verheerend und bedeuteten für manche Länder sogar den Teilbankrott. Die betroffenen Länder schafften es jedoch, durch Haushaltsdisziplin und notwendige Reformen wieder auf den Wachstumspfad zurückzukehren.

Auch in den Krisenländern gibt es Qualitätsaktien

In Spanien und Italien werden derzeit viele der Probleme des Landes in den Aktienmarkt eingepreist. Tatsächlich sind die Probleme groß. Dennoch gehören beide Länder zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Bei dieser Größe gibt es auch Unternehmen, die sehr gut geführt sind und sich durch hohe Qualität auszeichnen. Sie sind international aufgestellt und wettbewerbsfähig. Da sie aber im jeweiligen Krisenland beheimatet sind, werden ihre Aktien zu deutlichen Abschlägen gehandelt. Solche Aktien bieten langfristig die Chance auf hohes Kurssteigerungspotenzial, wenn sie in der Wahrnehmung der Anleger von der Sippenhaft befreit werden und sich ihr Kurs wieder stärker an ihrem inneren Wert orientiert. Diese Überlegung bildete die Grundlage für die Auflegung des Euro Peripherie Value Select TR Zertifikates (WKN: AA5BF2) der Royal Bank of Scotland vor einigen Wochen.

Auf die Aufnahme riskanter Finanzwerte wurde verzichtet

Das Zertifikat basiert auf einem Aktienkorb, der sich aus 15 Aktien aus den Ländern Spanien, Italien und Portugal zusammensetzt. Nach jedem Laufzeitjahr wird die Gewichtung der Werte wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückgesetzt. Unternehmen der Finanzbranche befinden sich nicht im Aktienkorb. Um eine möglichst breite Diversifizierung anzubieten, befinden sich maximal zwei Unternehmen einer Branche im Aktienkorb. Als Grundbedingung für die Aufnahme in den Aktienkorb müssen die Unternehmen eine Marktkapitalisierung von mindestens 500 Mio. US-Dollar und ein tägliches durchschnittliches Handelsvolumen von mindestens einer Million US-Dollar aufweisen. Zu den prominentesten Vertretern des Aktienkorbes zählen z.B. die Ölkonzerne ENI (Italien) und Repsol (Spanien) sowie die Telekommunikationsunternehmen Telecom Italia und Telefonica.

Das RBS-Euro Peripherie Value Select TR-Zertifikat hat eine Laufzeit bis zum 15.7.2022 und wird täglich an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt. Aktuell kostet das Papier 109,00 €. An jährlichen Verwaltungsgebühren fallen 1 % an. Die von den Unternehmen während der Laufzeit gezahlten Dividenden kommen voll dem Zertifikat zugute und erhöhen so den Wert des Papiers. Die teilweise hohen Dividendenrenditen der im Aktienkorb enthaltenen Papiere, verknüpft mit den vermeintlich günstigen Bewertungen, machen das Zertifikat zu einer aussichtsreichen Beimischung in einem ansonsten gut strukturierten Wertpapierdepot.

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