Der Fall Bear Stearns zeigt: Eine gute Bonität von Zertifikate-Emittenten wird immer wichtiger

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Wer Zertifikate kauft, erwirbt keine Wertpapiere, sondern Inhaberschuldverschreibungen der emittierenden Bank. Deshalb ist Vorsicht geboten.

Nur knapp ist die amerikanische Investmentbank Bear Stearns an der Pleite vorbeigeschrammt. Und für zwei Stunden waren auf dem Höhepunkt der Krise ihre Zertifikate hierzulande nicht handelbar.

Fast wäre damit ein Horrorszenario für die hiesige Zertifikate-Branche wahr geworden. Denn Bear Stearns hat in Deutschland gut 300 dieser Wertpapiere aufgelegt. Damit spielt die Bank zwar eine untergeordnete Rolle am Markt. Doch auch die Pleite einer weniger bedeutenden Bank, die Zertifikate auflegt, hätte dem Boom der Branche wohl ein jähes Ende gesetzt: Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen der emittierenden Bank, das heißt, sie sind im Konkursfall nicht geschützt, und die Anleger verlieren ihr eingesetztes Kapital.

Fonds-Anteile oder Aktien hingegen sind Sondervermögen der Banken. Die Institute verwalten diese Wertpapiere nur. Die Anteile bleiben auch bei einer Insolvenz der Depotbank Eigentum der Anleger. Die Rating-Agentur Standard & Poor's bewertete das amerikanische Brokerhaus Bear Stearns zuletzt mit BBB.

Geldtipp
In Zukunft sollten vor allem die langfristig orientierten Zertifikatebesitzer ein besonderes Augenmerk auf die Bonität ihrer Emittenten legen.

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