Best-Tagesgeld-Zertifikat: Bequem von den höchsten Tagesgeldzinsen profitieren

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Die Zinsen für Tagesgeld schwanken. Um immer die höchsten zu erwischen , wäre häufig der Anbieter zu wechseln. Doch diesen Aufwand können Sie sich sparen.

Viele Anleger kennen das: Sie wollen ihr Erspartes möglichst hoch verzinst auf einem Tagesgeldkonto anlegen, um jederzeit darauf zugreifen zu können. Meist aber haben sie weder die Zeit noch die Lust, unter den vielen Anbietern von Tagesgeldkonten immer nach dem besten Angebot zu suchen. Denn nicht selten gilt die auf den ersten Blick recht hohe Verzinsung nur für Neukunden, bis zu einem bestimmten Höchstbetrag oder ist an sonstige Bedingungen geknüpft. Zudem bieten die einzelnen Banken ihre Lockzinsen in der Regel nur für einen begrenzten Zeitraum an. Renditehungrige Sparer müssen dann zur nächsten Bank wechseln, um die "beste" Verzinsung zu bekommen.

Eine bequemere Lösung bietet nun die HypoVereinsbank. Bei dem von ihr offerierten Best-Tagesgeld-Zertifikat (WKN HV 5VS6) handelt es sich um eine fiktive Tagesgeldanlage zum durchschnittlichen Zinssatz der fünf Anbieter mit den höchsten Tagesgeldsätzen. Das als Open-End-Zertifikat ohne Laufzeitbegrenzung herausgegebene Papier basiert auf dem von der HypoVereinsbank konzipierten Best-Tagesgeld-Index, dessen Wertentwicklung das Zertifikat genau 1:1 mitmacht. Dieser Index enthält die fünf höchsten Tagesgeldsätze von Banken am deutschen Markt. Die Zinsen werden dem Index monatlich gutgeschrieben (Performance-Index).

Das Best-Tagesgeld-Zertifikat kam Anfang Februar 2008 auf den Markt. Im ersten Kalendermonat erhält der Anleger als Startbonus einen festen Zinssatz von 4,25 Prozent p.a. Danach werden einmal im Monat die fünf besten Anbieter mit den höchsten Tagesgeldzinsen ermittelt, daraus wird der Durchschnitt gebildet. Nach der jetzigen Situation sind für den Monat März Zinsen um 3,80 Prozent p.a. realistisch.

Aufgenommen in den Best-Tagesgeld-Index werden ausschließlich Banken mit Sitz in Deutschland, die Mitglied eines Einlagensicherungsfonds sind. Zudem sind Kreditkarten-, Neukunden- und Kopplungsangebote ausgeschlossen. Diese Ausschlusskriterien stellen ein Manko dar. Denn die oft überdurchschnittlichen Zinssätze ausländischer Banken oder Sonderaktionen einzelner Spezialanbieter fehlen somit im Index.

Der jeweils am letzten Handelstag festgestellte Tagesgelddurchschnitt wird täglich mit dem aktuellen EONIA-Zinssatz verglichen. Dieser EONIA-Zinssatz (Euro Overnight Index Average) ist ein von der Europäischen Zentralbank berechneter Durchschnittszinssatz für Tagesgelder im Interbankengeschäft. Vom niedrigeren Wert dieser beiden festgestellten Werte werden 0,30 Prozent p.a. Indexberechnungskosten abgezogen. Daraus ergibt sich der für den jeweiligen Tag gültige Zins des Best-Tagesgeld-Zertifikats.

Der Best-Tagesgeld-Index wird fortlaufend berechnet und gibt so die Entwicklung einer täglich verlängerten Tagesgeldanlage wieder. Hinzu kommen die Zinsen, die auf täglicher Basis aufgelaufen sind. Das bedeutet, dass der Index nicht fallen kann und somit über eine Höchststandsicherung verfügt. Da die Zinsen im Best-Tagesgeld-Index monatlich gutgeschrieben werden, profitieren die Anleger auch vom sog. Zinseszinseffekt - ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Anbietern von Tagesgeld. Hier werden die Zinsen oft nur vierteljährlich oder sogar erst am Jahresende gutgeschrieben. Das Zertifikat wird börsentäglich an der Börse gehandelt. Beim Kauf verzichtet die HypoVereinsbank auf einen Spread (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs).

Geldtipp
Im Jahr 2007 wäre beim Best-Tagesgeld-Zertifikat meistens der niedrigere Tagesgelddurchschnitt Grundlage der Verzinsung gewesen. Denn in 93 Prozent aller Fälle lag der Eonia-Zinssatz über dem Tagesgelddurchschnitt. Für Anleger liegt es also nahe, gleich zur EONIA-Verzinsung zu greifen. Die Deutsche Bank bietet einen entsprechenden Indexfonds (ETF) an (WKN DBX 0AN). Die angefallenen Zinsen werden nicht ausgeschüttet, sondern im Fonds einbehalten („thesauriert“). Mit 0,15 Prozent p.a. fallen die jährlichen Gebühren geringer aus als beim Zertifikat der HypoVereinsbank.

Ein weiterer Vorteil: Das Tagesgeld-Zertifikat ist - wie jedes andere Zertifikat auch - eine Inhaberschuldverschreibung. Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass die HypoVereinsbank in eine Schieflage gerät, muss der Anleger also um seine gesamten Ersparnisse fürchten. Im EONIA-ETF wären dagegen bei einer Schieflage der Deutschen Bank aufgrund der speziellen Konstruktion höchstens 10 Prozent der Ersparnisse gefährdet.

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