Auf dem Holzweg zur Rendite: Strategie-Zertifikat auf die Entwicklung der Holzbranche

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Wald- und forstwirtschaftliche Unternehmen wurden lange Zeit von Anlegern vernachlässigt. Doch mit dem Aufschwung an den Rohstoffmärkten in den vergangenen Jahren rückt auch der Rohstoff Holz wieder verstärkt in den Blickpunkt der Investoren.

Holz wird als Brenn- oder Werkstoff verwendet, als Zellstoff, aus dem wiederum Papier hergestellt wird, und als Rohstoff für chemische Prozesse. Die Nachfrage nach Holzprodukten wird mit dem wirtschaftlichen Aufschwung – ähnlich wie bei anderen Rohstoffen auch – von China oder Indien in Zukunft wachsen. Bis 2015 dürfte allein die Papiernachfrage um 30 Prozent auf 440 Millionen Tonnen weltweit steigen, schätzen Experten.

Zahlreiche Unternehmen sind in der Kultivierung von Waldbeständen, in Anbau, Ernte und Handel mit Nutzholz sowie im Erwerb eigener Waldbestände tätig. Viele davon sind an einer Börse notiert und zahlen ansprechende Dividenden. Ihre Kursentwicklungen scheinen eher gering mit der Entwicklung der breiten Aktienindizes im Gleichlauf (Korrelation) zu verlaufen. Ein Zeichen für ein Geschäftsfeld mit stetigem Wachstum.

Das Holz-Strategie-Zertifikat von HSBC Trinkaus & Burkhart

Das Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkart hat nun Ende Oktober ein Strategie-Zertifikat auf den Markt gebracht, mit dem Anleger möglichst unkompliziert an der Entwicklung der Holzbranche teilhaben können. Das Holz-Strategie-Zertifikat (WKN TB0KWA) fasst in einem Korb insgesamt elf Aktien von Unternehmen aus den USA, Kanada, Brasilien, Australien und Schweden aus der Holzbranche zusammen. Die Korb-Zusammenstellung wird jährlich überprüft und angepasst. Erstmals geschieht dies im Oktober 2007.

Welches Potenzial in der Branche steckt, lässt sich exemplarisch an der Aktie von Sino Forest, einem kanadischen Unternehmen, das riesige Waldgebiete in Südchina kultiviert, erahnen. In den vergangenen 12 Monaten hat die Aktie knapp 80 Prozent an Wert gewonnen – und ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8 noch immer günstig bewertet. Aus strategischen Gründen sieht die Emittentin bei dem Zertifikat eine Barreserve von bis zu 20 Prozent vor, um auf mögliche politische Krisen in einem der für das Holz-Zertifikat relevanten Region reagieren zu können.

Kosten und Börsenhandel

Für das aktive Management des Aktienkorbes berechnet die Emissionsbank eine Gebühr von 0,8 Prozent im Jahr. Die Dividendenzahlungen der im Aktienkorb enthaltenen Papiere werden zu 70 Prozent dem Zertifikat zugeschlagen und erhöhen damit den Kurswert. Die restlichen 30 Prozent der Dividende fließen in die Taschen der Bank. Das Zertifikat ist nicht währungsgesichert. Das Strategie-Zertifikat hat keine Laufzeitbegrenzung ("open end") und wird an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart börsentäglich gehandelt. Beim Kauf fällt ein "Spread" (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) von einem Prozent an.

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