All Time High Zertifikat: Höchststandssicherung kombiniert mit Volatilitätsstrategie

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Wer die Aktienmärkte nicht ständig beobachten möchte, kann auf "intelligente" Zertifikate setzen, die nach bestimmten Regeln auf die Veränderungen an den Börsen reagieren, beispielsweise auf die Schwankungsbreite der Kurse als Indikator für die Unsicherheit der Marktteilnehmer.

Die Höhe der Schwankungsbreite der Märkte ("Volatilität") ist im Regelfall ein zuverlässiger Gradmesser für die Verunsicherung der Marktteilnehmer. In steigenden und seitwärts tendierenden Marktphasen ist die Volatilität üblicherweise wesentlich geringer als bei starken Kursrückgängen der Aktienkurse.

Diesen Umstand macht sich das von der Hypovereinsbank emittierte HVB-All-Time-High-Zertifikat (WKN: A1DKKQ) auf den HVB-Euroland Control 15-Index zunutze. Das Papier hat eine Laufzeit bis zum 1.12.2015. Der von der Hypovereinsbank optimierte Index basiert auf dem EuroStoxx50 Price-Index – Dividenden werden also nicht reinvestiert.

Der Clou: Steigt die Volatilität, dann wird die Investitionsquote herunter gefahren – nach fest definierten Regeln. Sinkt die Volatilität, wird der Investitionsgrad erhöht. Ist die Volatilität z. B. gering, dann kann der optimierte Index mit bis zu 125 Prozent in den EuroStoxx50-Index investiert sein. Steigt hingegen die Volatilität und somit auch die Gefahr eines drastischen Kursrückgangs, dann kann der Investitionsgrad in den Index auf bis zu 0  Prozent heruntergefahren werden.

In der historischen Rückrechnung konnte der HVB-Euroland Control 15-Index so den EuroStoxx50-Index deutlich schlagen. In den vergangenen fünf Jahren legte der HVB Euroland Control 15-Index rund 6,3 Prozent zu, sein Pendant steht mit rund 4,0 Prozent im Minus - eine Überperformance von 10,3 Prozent (rund 2 Prozent p.a.).

Eingeschränktes Verlustrisiko durch die  Höchststandssicherung

Am Tag der Emission wurden als Startwert für den HVB-Euroland Control 15-Index 963,52 Punkte fixiert. Zur Zeit steht dieser Index bei 980 Punkten. Dank einer sog. Höchststandssicherung ist das Verlustrisiko für den Anleger begrenzt. Am Ende der 5,5 Jahre andauernden Laufzeit wird das Zertifikat zumindest mit 90 Prozent des Startwerts zurückbezahlt.

Der Index wird am Ende eines jeden Laufzeitmonats des Zertifikates mit dem Startwert verglichen. Markiert der Index ein neues Kurstop, dann wird dieses zu 90 Prozent eingefroren. Am Ende der Laufzeit erhalten die Inhaber des Papiers dann 90 Prozent des während der Laufzeit verzeichneten Höchststands ausbezahlt. Verzeichnet der Index an einem der Beobachtungstage z.B. einen Höchststand von 160 Prozent des Startwerts, dann wird das Zertifikat am Ende mit 144 Prozent (144,– Euro) des Ausgabepreises zurückbezahlt. Die möglichen Kursgewinne sind nicht durch eine Gewinnbeschränkung (Cap) nach oben begrenzt.

Das Papier wird an den Börsen in Frankfurt und Stuttgart gehandelt. Zurzeit kostet das Papier 103,– Euro. Eines müssen Anleger allerdings mitbringen – Zeit. Denn abhängig von Volatilität, Zins und Basiswert kann der Kurs des HVB-Zertifikats auch einmal deutlich unter 90 Euro liegen. Das Auszahlungsprofil gilt nur für das Laufzeitende. Einmal engagiert, sollten Anleger also über die volle Distanz gehen.

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