Aktiensparer brauchen langen Atem

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Die Abkühlung der Konjunktur in China und in anderen Schwellenländern sowie die nun für Ende dieses Jahres angekündigte Zinserhöhung durch die US-Notenbank versetzen die Börsen weltweit in Aufruhr.

Der Deutsche Aktien-Index (DAX) hat seit seinem Allzeithoch am 10.4.2015 bei 12.390,80 Punkten rund ein Fünftel seines Werts verloren (heutiges Tagestief bei 9.861,51 Punkten). Auch im Ausland haben die Aktienkurse den Rückzug angetreten.

Ist die Börsenrally vorerst vorbei? Steht vielleicht sogar ein erneuter Crash vor der Tür?

Niemand kann die Zukunft vorhersehen. Doch Anleger wissen: Nach jedem Tief kommen auch wieder neue Hochs. Die Erfahrung zeigt, dass Aktienanlagen längerfristig hohe Rendite-Chancen bieten.

Vorausschauende Aktienanleger kaufen dann, wenn die Kurse gefallen sind. Einige Analysten rechnen für dieses Jahr mit einer Herbst- oder Jahresendrally.

Wer zum Beispiel in einen repräsentativen Querschnitt von DAX-Aktien investierte, konnte nach einer Haltedauer von 20 Jahren auch im ungünstigsten Fall eine jährliche Rendite von im Schnitt wenigstens fünf Prozent erzielen. In bestimmten Marktphasen waren es sogar acht Prozent pro Jahr und mehr.

Dafür muss der Anleger kurzfristig allerdings immer wieder mit stärkeren Kursschwankungen rechnen. Aktiensparen ist also nichts für Anleger mit flatternden Nerven und schwachem Herzen.

Was viele Anleger nicht wissen: An Veräußerungsverlusten können Aktiensparer das Finanzamt oftmals beteiligen. Voraussetzung ist, dass die Aktien nach dem 31.12.2008 gekauft wurden. Dann sind realisierte Kursverluste aus Aktien mit Gewinnen aus Aktienverkäufen verrechenbar.

Wenn es sich um Geldanlagen im Inland handelt, übernehmen die Banken die Verlustrechnung für den Anleger. Bleibt am Jahresende mangels verrechenbarer Gewinne ein Überhang, überträgt die Bank diesen auf das nächste Jahr und verrechnet die Verluste dann mit künftigen Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien.

Es sei denn, der Kunde will seine Verluste im Rahmen der steuerlichen Veranlagung geltend machen. Dann muss er bis zum 15. Dezember eine Verlustbescheinigung bei seiner Bank beantragen.

Wer seine Aktien vor dem 1.1.2009 erworben hat, kann Verluste zwar nicht mit Gewinnen verrechnen. Dafür bleiben beim Verkauf dieser Aktien aber auch etwaige Kursgewinne steuerfrei.

Geldwerte Ratschläge zur Aktienanlage lesen Sie in unserem Dossier Geldanlage in Aktien: Grundwissen für Aktionäre .

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