Aktien: Eine Pflicht für jeden Arbeitnehmer

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(tm) Es gehört zur Marktwirtschaft, dass die Folgen positiven Wirtschaftswachstums manchmal nur abgeschwächt bis zum privaten Bürger vordringen, da die Unternehmen freie Verfügungsgewalt über ihre Profite haben. Auf dieser Gegebenheit fußt die Pflicht des Arbeitnehmers, selbst seinen passiven Status hinter sich zu lassen und am großen Geldsegen teilzuhaben, der eigentlich gar nicht ausschließlich über den Fassaden pompöser Villen in der Karibik schwebt.

Funktion der Ökonomie

Das Wirtschaftssystem bildet das Rückgrat der Bevölkerung. Es erfüllt die Bedürfnisse der Menschen. Deshalb ist Wirtschaftswachstum stets das heiß ersehnte Ziel, da die Steigerung des Bürgerwohls schließlich über zwei Wege geschieht: Zum einen durch die Verbesserung der Dienstleistungen wie preiswertere Nahrung und bessere Luxusgüter, zum anderen durch die Gewinne der Unternehmen, die an die arbeitende Bevölkerung weitergereicht werden.

Rollenverteilung

Konzerne nehmen die vorherrschende Rolle im System ein, profitieren somit auch direkt von einer guten Konjunktur. Diesen Profit sollen sie im Maße ihres Wachstums durch Lohnerhöhungen an den Arbeitnehmer weitergeben, damit das Fundament von der eigenen Arbeit im Verhältnis zu jenen profitieren, die das Risiko auf sich nehmen. Doch aufgrund der Globalisierung und der Marktwirtschaft funktioniert das oft nicht. Lohnerhöhungen finden nicht im gleichen Maße statt wie eine positive Wirtschaftsentwicklung. Oft denken Konzerne ökonomisch und vergüten die Arbeitskräfte daher nur so, dass keine Unzufriedenheit aufkommt. Das ist beispielsweise daran erkennbar, dass das Bruttoinlandsprodukt meistens schneller steigt als die Löhne.

Nachteile des Arbeitnehmers

Selbstverständlich ist das nicht die Regel. Der Autokonzern Porsche etwa hat seine Arbeitnehmer nach einem Rekordumsatz im letzten Jahr mit 8.600 € Bonus zusätzlich vergütet. Viele Bürger aber lesen regelmäßig gute Geschäftsberichte, verfolgen gen Himmel schießende Aktienkurse, doch der Aufschwung spült bei ihnen selbst kein Geld in die Kassen.

Im Gegenteil: Um die Konjunktur zu intensivieren, entwerten die Notenbanken, wie die Europäische Zentralbank, das Geld, indem sie z.B. die Zinsen abschaffen, wodurch die Aufnahme von Krediten erleichtert und beispielsweise der Handel und die Investitionen ankurbelt werden. Doch durch die entstehende Inflation und das Wegfallen der Sparbücher sinkt die reale Kaufkraft des Konsumenten – die privaten Haushalte müssen bei der in der Europäischen Union angestrebten Inflationsrate von zwei Prozent also einen Geldverlust hinnehmen. Somit kann dieses bis zu einem gewissen Grad unnatürliche Wirtschaftswachstum der Bevölkerung finanziell sogar schaden.

Kein Vorwurf, sondern ein Appell an alle noch Unbeteiligten

Ein Vorwurf ist dem System Marktwirtschaft aber nicht zu machen, viel mehr ist der Arbeitnehmer in der Pflicht, selbst an der Konjunktur teilzuhaben und damit von dieser zu profitieren. Das ist erstrebenswert, da der Arbeitnehmer eben in jene Entwicklung mit seiner Arbeitskraft und Zeit investiert hat und die Folgen der Inflation damit abfangen kann.

Stellt sich die Frage, auf welche Weise die Bürger profitieren können: Indem sie sich an den großen Profiteuren selbst beteiligen, also an den Aktiengesellschaften. Die Finanzwelt bietet dazu zahlreiche Möglichkeiten. Jeder Anleger findet das auf ihn am besten zugeschnittene Angebot – der Klassiker: die Aktie. Man erwirbt einen Teil eines Unternehmens und bekommt damit direkt auch ein Stück vom Kuchenab, z.B. durch Dividenden.

Geringes Risiko: Ein weiteres Argument für den Einstieg

Das Risiko, dass beispielsweise Aktien beinhalten, ist gering, wie ein Blick in die Historie zeigt: Das wichtigste Börsenbarometer Deutschlands, der DAX, besitzt eine durchschnittliche Rendite von sieben Prozent pro Jahr. Bei guter Diversifikation vermisst man die Saprbücher dann schnell nicht mehr. Bei einem maximalen Steuersatz von 26,375 Prozent inklusive Solidaritätzuschlag ist ein Investment dieser Art ebenfalls sehr attraktiv. Außerdem sollte nie außer Acht gelassen werden, dass die eigene Arbeitskraft auf diesem Wege doppelt bezahlt wird.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen den Geldtipps-Beitrag Altersvorsorge: Trotz Niedrigzins keine Illusion.Weitere Informationen über die verschiedenen Anlageformen erhalten Sie in unseren Ratgebern Vermögensaufbau und Altersvorsorge mit Investmentfonds und Der sichere Weg zu mehr Rendite .

Autor: Timo Munz

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