2007: Spekulationsverluste schwieriger abziehbar

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Seit 1.1.2007 sind Spekulationsverluste nur noch dann mit Spekulationsgewinnen verrechenbar, wenn sie im Jahr ihrer Entstehung in der Steuererklärung auftauchen. So sieht es das Jahressteuergesetz 2007 vor.

Grundsätzlich gilt: Spekulationsverluste eines Kalenderjahres konnten Sie in das Vorjahr zurücktragen und/oder in die Folgejahre vortragen und mit den im jeweiligen Jahr entstandenen Spekulationsgewinnen verrechnen.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte diese Verrechnungsmöglichkeit bis Ende 2006 sogar noch erweitert: Über die Verlustverrechnung wird erst in dem Jahr entschieden, in dem verrechenbare Spekulationsgewinne anfallen (BFH-Urteil vom 22.9.2005, IX R 21/04).

Der Vorteil für Anleger: Verluste bleiben auch dann verrechenbar, wenn sie nicht in dem Jahr in der Steuererklärung auftauchen, in dem sie entstehen. Die BFH-Richter hatten sich damit über die bisherige – für Investoren nachteilige – Verwaltungspraxis hinweggesetzt.

Nach Meinung der Finanzämter mussten Sie die Spekulationsverluste im Jahr der Verlustentstehung in Ihrer Steuererklärung angeben. Ansonsten konnten die Verluste nicht mehr mit künftigen Spekulationsgewinnen verrechnet werden und waren damit verloren. Diese ungünstige Verwaltungspraxis schreibt der Gesetzgeber ab 2007 fest und hebelt damit die positive BFH-Entscheidung aus. Bundestag und Bundesrat haben dieser Änderung zugestimmt. Sie betrifft alle offenen Einkommensteuerbescheide, für die die Feststellungsfrist noch nicht abgelaufen ist, und gilt für Verluste aus Wertpapier- und aus Immobilienverkäufen.

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