Nach Erwerbsminderungsrente besteht häufig Anspruch auf Arbeitslosengeld I

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Bei Arbeitslosigkeit wegen Krankheit oder bei fortgeschrittenem Alter führt der Weg oft in die Rente. Doch es gibt auch einen Weg zurück zum Bezug des meist höheren Arbeitslosengelds, zumindest für Erwerbsminderungsrentner.

Erwerbsminderungsrenten werden von der Rentenversicherung in aller Regel nicht auf Dauer, sondern nur für einen befristeten Zeitraum bewilligt. Was ist aber, wenn nach Ablauf des Bewilligungszeitraums von beispielsweise zwei Jahren die Rente auf Zeit nicht erneut bewilligt wird? In diesen Fällen besteht häufig ein Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

Die Zeit des Bezugs einer Rente wegen voller Erwerbsminderung gilt nach § 26 Abs. 2 Nr. 3 des dritten Sozialgesetzbuchs als versicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung. Das trifft dann zu, wenn die Betroffenen unmittelbar vor dem Bezug der Rente als Arbeitnehmer versicherungspflichtig waren oder Arbeitslosengeld I oder – solange es diese Leistung noch gab – Arbeitslosenhilfe erhalten hatten.

Ein Bezug der neuen Fürsorgeleistung ALG II vor der Rente führt dagegen nicht dazu, dass die Zeit des Rentenbezugs als Versicherungspflichtzeit zählt.

Geldtipp
Wenn Sie beabsichtigen, Erwerbsminderungsrente zu beantragen, sollten Sie das auf jeden Fall tun, solange Sie noch Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben. Wenn die Rente dann später nicht erneut bewilligt wird, haben Sie wenigstens einen erneuten Anspruch auf ALG I erworben. Nach einem zweijährigen Bezug von Rente wegen voller Erwerbsminderung können Sie ein Jahr ALG I beziehen, nach einem dreijährigen Rentenbezug sind es anderthalb Jahre.

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