Langzeitarbeitslose dürfen mehr Geld für den Ruhestand ansparen

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Wer arbeitslos wird, soll künftig mehr von seiner privat angesparten Altersvorsorge behalten können. In der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) steigen die Freibeträge für das Schonvermögen deshalb von 250 Euro auf 750 Euro pro Lebensjahr. Nur was dann noch darüber liegt, wird bei Bezug von Arbeitslosengeld II zur Finanzierung des eigenen Lebensunterhalts herangezogen.

Nach der Neuregelung muss ein 50-jähriger Bezieher von Arbeitslosengeld II bis 37500 Euro für seinen Lebensunterhalt nicht auf Kapital zurückgreifen, das er zur Altersvorsorge etwa in Lebensversicherungen angelegt hat. Bei einem 60-Jährigen ergibt sich nach der Anhebung ein maximaler Freibetrag von 45000 Euro.

Voraussetzung ist, dass das Ersparte unwiderruflich der Altersvorsorge dient. Auch nach Beendigung des Bezugs von Arbeitslosengeld II darf das Ersparte nicht anderweitig zur Verfügung stehen. Vielmehr muss das Geld so angelegt sein, dass es erst mit Eintritt in den Ruhestand verfügbar ist.
Wie viel Vermögen bleibt geschützt?

Neben der Altersvorsorge von derzeit noch 250 Euro pro Lebensjahr bleibt zusätzlich der Riester-Vertrag unangetastet.

Unabhängig von der Altersvorsorge steht einem Arbeitslosengeld II-Empfänger zusätzlich ein allgemeiner Grundfreibetrag von 150 Euro je Lebensjahr zu, und zwar mindestens 3100 Euro.

Beispiel

Für einen 60-Jährigen liegt der maximale Freibetrag für Erspartes bei 9000 Euro.
Hinzu kommen 750 Euro je Person als Freibetrag für notwendige Anschaffungen. Als Vermögen nicht mitgerechnet wird angemessener Hausrat und, sofern vorhanden, ein angemessenes Auto, das höchstens 7500 Euro wert ist. Anrechnungsfrei bleibt auch die selbst bewohnte Immobilie bei angemessener Größe.

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