Kein Kindergeld für die Eltern ohne Beleg für Lehrstellensuche

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Eltern bekommen für ein volljähriges Kind, das sich um einen Ausbildungsplatz bemüht, Kindergeld.

Voraussetzung ist allerdings, dass sich das Kind ernsthaft um eine Lehrstelle bemüht und dies auch nachweisen kann. Meldet sich ein Kind nicht spätestens alle drei Monate bei der Arbeitsagentur als ausbildungssuchend, kann dies daher den Kindergeldanspruch kosten, wie der Bundesfinanzhof entschied.

Im konkreten Fall hatte die Familienkasse die Zahlung von Kindergeld für einen 20-Jährigen eingestellt, nachdem ihn die Arbeitsagentur von der Liste der Bewerber um einen Ausbildungsplatz gestrichen hatte

Zuvor hatte die Familienkasse die Mutter aufgefordert, andere Belege für eine ernsthafte Ausbildungsplatzsuche ihres Sohnes vorzulegen. Für den Zeitraum, in dem der Sohn offensichtlich nicht nach einer Lehrstelle gesucht hatte, forderte die Kasse bereits gezahltes Kindergeld zurück.

Die gegen diesen Bescheid eingereichte Klage der Mutter war erfolglos. Die Suche nach einem Ausbildungsplatz durch eine Registrierung bei der Agentur für Arbeit könne zwar nachgewiesen werden, die Meldung müsse jedoch alle drei Monate erneuert werden, entschieden die Richter. Bleibe die Meldung aus und gebe es auch keine anderen Belege für eine Lehrstellensuche, entfalle der Kindergeldanspruch (Az. III R 66/05).

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