Jobticket nur begrenzt steuer- und sozialversicherungsfrei

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Arbeitgeber dürfen ihren Beschäftigten steuerfrei einen pauschalen monatlichen Zuschuss für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln geben.

Der Arbeitgeberzuschuss z. B. zu einem Jobticket darf allerdings pro Monatskarte nicht höher als 44 Euro liegen. Dies hat die Hamburger Finanzbehörde nach Vorlage eines Gutachtens der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Susat & Partner bestätigt.

Wer von seinem Arbeitgeber einen monatlichen Zuschuss für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erhält (Jobticket), muss diesen nicht versteuern. Denn es handelt sich dabei um eine steuerfreie Sachzuwendung. Darauf hat der ACE Auto Club Europa hingewiesen. Zuvor hatten sich die Hamburger Finanzbehörde und der dortige Verkehrsverbund (HVV) auf Initiative des Clubs auf die uneingeschränkte Anwendung der Sachbezugsregelung für den Jobticket-Vertrieb verständigt. Der ACE hatte ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Susat & Partner zur Besteuerungssituation vorgelegt. Danach darf der Zuschuss pro Monatskarte nicht höher als 44 Euro (die Grenze für steuerfreie Sachbezüge) ausfallen.

In den vergangenen Jahren wurde vom Gesetzgeber die unmittelbare Steuerfreiheit von Fahrtkostenzuschüssen, die von Arbeitgebern gewährt werden, zum Nachteil der Beschäftigten nach und nach aufgehoben. Bisher bestanden unterschiedliche Auffassungen, ob die "44-Euro-Regelung" im § 8 Abs. 2 Satz 9 EStG auch für die Gewährung von Zuschüssen zur HVV-Proficard (und ähnliche Jobticket-Regeln) angewandt werden kann.

Für den ACE hat die Hamburger Praxis eine "bundesweit beispielgebende Bedeutung". "Bei Inanspruchnahme dieser Regelung entfällt für den Arbeitgeber die Entrichtung der Sozialversicherungsabgaben, für den Arbeitnehmer entfallen Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben auf den Fahrgeldzuschuss", so der Automobilclub.

Geldtipp
Das Jobticket darf in keinem Fall 45 Euro oder mehr kosten. Denn dann entfällt der Steuer- und Sozialversicherungsvorteil komplett. Übersteigt die Sachzuwendung zum Gehalt € 44,- monatlich, ist der gesamte Betrag steuer- und sozialversicherungspflichtig. Gewährt ein Unternehmen seinen Mitarbeitern noch andere Sachzuwendungen, so zählt die monatliche Summe aller Vorteile für die Freigrenze.

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