Für Studenten mit Kindern: Neuer Kinderbetreuungszuschlag

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Rund 120.000 Studierende haben Kinder. Für sie gibt es eine gute Nachricht: Bei der Ausbildungsförderung wird nun erstmals ein Kinderbetreuungszuschlag für studentische Eltern gewährt - und zwar rückwirkend seit Dezember 2007.

Für Studierende mit Kind(ern) gelten künftig höhere BAföG-Bedarfssätze. Der "Bedarf“ der Betroffenen - der Höchstsatz für nicht bei den Eltern lebende Studenten liegt derzeit noch bei 585 Euro - erhöht sich für Studenten-Eltern eines Kindes unter zehn Jahren um einen Kinderbetreuungszuschlag von 113 Euro auf insgesamt maximal 698 Euro. Für jedes weitere Kind unter zehn Jahren wird ein Zusatzbedarf in Höhe von 85 Euro zugestanden, sodass der maximale Bedarf bei zwei Kindern damit 783 Euro beträgt (§ 14b BaföG). Der neue Kinderbetreuungszuschlag wird übrigens als Zuschuss und nicht - wie das BAföG ansonsten - zur Hälfte als Darlehen gezahlt.

Studenten mit Kind, die derzeit bereits BAföG erhalten, bekommen damit nun auf Antrag entsprechend mehr Ausbildungsförderung. Wichtig dabei: Studierende mit Kind können diesen Zuschlag rückwirkend bereits ab Dezember 2007 erhalten. Der neue § 66a BaföG regelt nämlich, dass der neue Zuschlag rückwirkend längstens "bis zum 1.12.2007 gewährt wird“. Der Zuschlag soll - so die Gesetzesbegründung - "Auszubildenden erleichtern, Ausbildung und Elternschaft miteinander zu verbinden“. Er soll ihnen die Möglichkeit einräumen, "Dienstleistungen für die Betreuung des Kindes auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten von Kindertageseinrichtungen in Anspruch zu nehmen“.

Geldtipp
Der Kinderbetreuungszuschlag kommt auch für studierende Eltern infrage, die bislang bei der BAföG-Bedürftigkeitsprüfung knapp gescheitert sind (etwa wegen eines etwas zu hohen Elterneinkommens). Die Betroffenen sollten jetzt umgehend Ausbildungsförderung inklusive Kinderzuschlag beantragen. Denn der Anspruch auf den Kinderzuschlag ist nicht daran gebunden, dass ohnehin - ohne Berücksichtigung des neuen Zuschlags - ein Anspruch auf BAföG besteht.

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