Eingliederungszuschuss und Entgeltsicherung verlängert

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Ältere Arbeitslose können im Bewerbungsgespräch weiterhin mit einigen Trumpfen aufwarten.

Die in § 421 f SGB III geregelten Leistungen für Arbeitgeber, die ältere Arbeitslose einstellen, wurden bis zum 31.12.2010 verlängert. Ansonsten wären sie zum 31.12.2009 ausgelaufen.

Nach wie vor gilt: Wer jenseits der 50 und arbeitslos ist, kann auch dann per Zuschuss gefördert werden, wenn – außer dem Alter – keinerlei weitere Vermittlungshemmnisse vorliegen. Einzige Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass der Arbeitnehmer zuvor mindestens 6 Monate arbeitslos war.

Zusätzliches Argument neben Erfahrungen und Arbeitsqualitäten

Der Zuschuss beträgt mindestens 30 Prozent und darf maximal 50 Prozent des Arbeitsentgelts betragen. Für Schwerbehinderte kann er bis zu 70 Prozent des Arbeitsentgelts ausmachen. Eine Förderung ist für mindestens 12 und maximal 36 Monate möglich. Dadurch muss allerdings ein Beschäftigungsverhältnis für mindestens 12 Monate begründet werden.

Den Lohnkostenzuschuss muss der einstellende Arbeitgeber beantragen – und zwar vor Abschluss des Arbeitsvertrags. Als älterer Arbeitsloser können Sie aber mit ihrem Arbeitsvermittler besprechen, ob Sie per Lohnkostenzuschuss gefördert werden können. Ein möglicher Zuschuss ist für manche Arbeitgeber ein gutes Argument für die Einstellung.

Einbußen ausgleichen

Die in § 421 j SGB III geregelte Entgeltsicherung gleicht Nettoeinkommenseinbußen von älteren Arbeitnehmern aus, die eine schlechter dotierte Stelle annehmen. Die entsprechende Regelung wurde ebenfalls bis 31.12.2010 verlängert.

Wichtiger jedoch ist: Bislang wurde die Leistung dann nicht gewährt, wenn die Betroffenen bei ihrem "neuen" Arbeitgeber innerhalb der letzten beiden Jahre "vor Antragstellung mehr als 3 Monate versicherungspflichtig beschäftigt" waren. Diese Regelung, die einen Missbrauch dieser Leistung durch Arbeitgeber ausschließen sollte, wurde ersatzlos gestrichen. Seit 1.1.2009 ist eine Beschäftigung bei vorherigen Arbeitgebern ohne Einschränkung der Beschäftigungszeit (bislang drei Monate) möglich (Merkblatt 19 der Arbeitsagentur).

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