Ehrenamtliches Engagement besser belohnt

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Die Betreuung in Sportvereinen oder das kulturelle Engagement im Stadtteil, teilweise auch die Pflege kranker oder alter Menschen: All das wäre ohne ehrenamtliche Mitarbeiter kaum möglich. Nicht umsonst genießen sie steuerlich einige Privilegien.

Ehrenamtliche Mitarbeiter erhalten oft nur eine geringe Vergütung für ihre Tätigkeit. Deshalb gilt: Einkünfte, die bei gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Organisationen erzielt werden, sind bis 2.100 Euro steuer- und sozialabgabenfrei.

Ehrenamt und Steuerkarte

Daneben sollten ehrenamtlich Tätige noch einige kleine Tricks bei der Berechnung der steuerfreien Einkünfte kennen: Wer keine Tätigkeit ausübt, die über Steuerkarte abgerechnet wird, wie es z. B. bei Selbstständigen, Schülern oder Rentner der Fall ist, sollte das Ehrenamt über die Steuerkarte laufen lassen. Er erhält dann nämlich den Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro und kann diese Summe zusätzlich zu den 2.100 Euro im Jahr steuerfrei kassieren. Der Betrag erhöht sich, wenn höhere Werbungskosten nachgewiesen werden, z. B. durch Fahrtkosten oder Arbeitsmittel.

Kombination mit einem Minijob

Ebenfalls verbinden mit der Pauschale von 2100 Euro lässt sich ein Minijob. Wer also keine Steuerkarte vorlegt, sondern als Minijobber sein Ehrenamt erledigt, der kann nicht nur die 175 Euro monatlich steuer- und sozialabgabenfrei einstecken, sondern auch noch zusätzlich den Minijobber-Lohn von 400 Euro – macht zusammen 575 Euro im Monat. Mehrere Ehrenämter führen übrigens nicht dazu, dass die steuerfreien Beträge angehoben oder gar verdoppelt und verdreifacht werden. Begünstigt ist immer nur der Grundbetrag von 2.100 Euro, eventuell ergänzt um weitere Vergünstigungen wie die Minijob-Regelung.

Erleichterung bei Spenden

Auch wer nicht aktiv mithilft, sondern durch Spenden helfen möchte, kann bis zu 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte absetzen. Als Nachweis reicht neuerdings einfach der Kontoauszug, der Bareinzahlungsbeleg, der Überweisungs oder Lastschrifteinzugsbeleg mit Angabe der Hilfsorganisation und des Verwendungszwecks.

Geldtipp
Erkundigen Sie sich vor der Übernahme der Tätigkeit, ob die Übungsleiterpauschale zum Tragen kommt. Entstehen Ihnen im Zusammenhang mit der Tätigkeit Kosten, die über 2.100 Euro hinausgehen, können Sie diese ebenfalls steuerlich geltend machen.


Seit 1.1.2009 gibt es die "Freiwilligendienste aller Generationen". Sie setzen die im Modellprogramm "Generationsübergreifende Freiwilligendienste" (GüF) entwickelten Dienstangebote Schritt für Schritt bundesweit flächendeckend um und vernetzen sie mit vorhandenen Strukturen vor Ort.
Kernstück der neuen "Freiwilligendienste aller Generationen" sind die 46 ausgewählten Leuchtturmprojekte von herausragendem bürgerschaftlichen Engagement. Sie werden mit jeweils 50.000 Euro im Jahr vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Unter dem Motto "Engagement schlägt Brücken" werden die 46 Projekte von 2009 bis 2011 in Kooperation mit Bundesländern, Kommunen, den kommunalen Spitzenverbänden und den Wohlfahrtsverbänden die Strukturen des bürgerschaftlichen Engagements weiter entwickeln mit dem Ziel, den neuen Freiwilligendienst bundesweit zu etablieren.

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