Arbeitslosengeld II: Höherer Freibetrag für die Altersvorsorge

Wenn Sie Arbeitslosengeld II beantragen, gibt es seit 1.8.2006 neue Vermögensfreigrenzen zu beachten. Bislang durften Sie 200 Euro pro Lebensjahr behalten, ohne Ihr Erspartes vorzeitig verbrauchen zu müssen. Zusätzlich durften Sie 200 Euro Altersvorsorgekapital pro Lebensjahr auf der hohen Kante haben, ein 50-Jähriger also jeweils 10.000 Euro.

Seit 1.8.2006 darf das frei verfügbare Vermögen nur noch 150 Euro pro Lebensjahr betragen, die Altersvorsorge ist allerdings bis 250 Euro pro Jahr geschützt. Das Schonvermögen von Arbeitslosengeld-II-Empfängern wird also stärker als bisher an die Altersvorsorge gekoppelt. Lebensversicherungen fallen allerdings nur dann unter das geschützte Vermögen, wenn sie vertraglich bis zur zulässigen Grenze vor einer Auszahlung vor dem Renteneintritt gesichert sind.

Geldtipp
Falls Sie Probleme beim Antrag auf Arbeitslosengeld II oder mit Ihrer Versicherungsgesellschaft wegen des höheren Schonvermögens haben, berufen Sie sich auf die bereits ergangene Arbeitsanweisung des Bundessozialministeriums an die Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften, die Nachteile für Hartz-IV-Empfänger vermeiden soll.

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