Arbeitslosengeld: Berufliche Verbesserung rechtfertigt Jobwechsel

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Wer wegen einer besseren Bezahlung einen unbefristeten Job gegen eine befristete Tätigkeit tauscht, muss im Falle der anschließenden Arbeitslosigkeit keine Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld befürchten, so eine Entscheidung des Bundessozialgerichts (AZ: B 7 AL 98/03).

In dem konkreten Fall hatte eine Verkäuferin ihren sicheren Job in einer Bäckerei aufgegeben, um einen auf drei Monate befristeten Job bei besserer Bezahlung anzutreten. Diese Stelle wurde abermals um drei Monate befristet verlängert. Nach sechs Monaten wurde die Frau allerdings arbeitslos und beantragte Arbeitslosengeld. Das Arbeitsamt verhängte eine zwölfwöchige Sperre, da diese ihr früheres Beschäftigungsverhältnis selbst gelöst und damit ihre Arbeitslosigkeit zumindest grob fahrlässig verursacht habe.

Zu Unrecht, entschied das Bundessozialgericht. Der höhere Verdienst und die günstigeren Arbeitszeiten waren wichtige Gründe für die Beendigung des Bäckerei-Jobs. Maßgeblich war insbesondere die konkrete Aussicht auf eine dauerhafte Anstellung. Diese hätte im Falle der Frau durchaus bestanden. Sie durfte also nicht mit einer Sperrzeit belegt werden.

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