Antrag auf Arbeitslosengeld erst am Geburtstag stellen

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Je älter man ist, desto länger kann man Arbeitslosengeld beanspruchen. Entscheidend ist dabei das Alter am Tag des Antrags. Daher kann es sich in bestimmten Fällen sogar lohnen, zunächst auf das Arbeitslosengeld zu verzichten.

Seit Anfang 2008 gibt es für die Maximaldauer des ALG-I-Anspruchs Älterer drei Altersstaffeln:
ab 50 bis zu 15 Monate,
ab 55 bis zu 18 Monate und
ab 58 bis zu 24 Monate ALG I.

Längst nicht allen älteren Arbeitslosen steht dabei die jeweilige Maximaldauer zu. Neben dem Alter kommt es nämlich auch auf die Zeiten an, in denen Arbeitslosenversicherungsbeiträge gezahlt wurden. Ausschlaggebend sind hier im Normalfall die letzten fünf Jahre vor der Antragstellung. Nur wer in dieser Dauerrahmenfrist von fünf Jahren mindestens 48 Monate versicherungspflichtig war, kann als 58Jähriger 24 Monate ALG I erhalten.

Wichtig: Wenn die Dauer des Anspruchs ausgerechnet wird, kommt es nicht auf das Alter am Tag der Entlassung an. Vielmehr zählt das Alter an dem Tag, an dem der Betroffene den Antrag auf ALG I stellt. Dieses Datum wird in Ihrem Antrag vermerkt.

Verschiebung Ihres Antrags kann sich lohnen

Wenn Sie kurz vor Ihrem 50., 55. oder 58. Geburtstag arbeitslos werden, sollten Sie genau kalkulieren. Falls Sie befürchten, dass Sie längere Zeit ohne Job bleiben werden, sollten Sie den Antrag auf Arbeitslosengeld I bis zu Ihrem Geburtstag aufschieben.

Bis die Arbeitsagentur über Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld I entschieden hat, können Sie sogar noch bestimmen, dass Ihr Anspruch erst ab einem späteren Termin wirksam werden soll – etwa an Ihrem 55. Geburtstag. Dann erhalten Sie zwar bis zum Tag der Antragstellung keine Unterstützung, dafür können Sie aber später unter Umständen 3 oder 6 Monate länger Arbeitslosengeld I erhalten.

Tipp
Vergessen Sie nicht, dass Sie in der Wartezeit unter Umständen nicht krankenversichert sind. Sie sollten sich daher auch mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.

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