Altersvorsorge: Rentabel und risikolos dank Riester-Förderung

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Die staatliche Förderung macht die Riester-Rente zu einer attraktiven Form der privaten Altersvorsorge. Das gilt insbesondere für Familien, da für jedes kindergeldberechtigte Kind eine Zulage gezahlt wird.

Die Riester-Förderung richtet sich aber an alle Arbeitnehmer und rentenversicherungspflichtige Selbstständige sowie an Soldaten und Beamte.

Tipp
Achten sie darauf, dass der Altersvorsorgevertrag staatlich zugelassen und zertifiziert ist.

So sieht die staatliche Förderung aus

Bei der Riester-Rente fördert der Staat durch Zulagen und eventuelle Steuererleichterungen die Eigeninitiative, sich eine private Zukunftssicherung aufzubauen. Wer "riestert", kann mit staatlichen Zulagen rechnen. Unterschieden wird dabei zwischen einer Grundzulage für Erwachsene und einer Kinderzulage. Bei Abschluss bis 25 Jahren gibt es zudem einmalig den Berufsstarter-Bonus.

Die Zulagenförderung muss beantragt werden, am besten mit einem Dauerzulagenantrag, der nur dann zu ändern ist, wenn sich an Einkommen oder Kindergeldanspruch etwas ändert.
Maximale Riester-Zulagenförderung bei Einzahlung von 4 Prozent des Vorjahresbruttogehalts bis maximal 2100 Euro abzüglich der Zulagen:

  • Grundzulage (pro Erwachsenen) 154 Euro p.a.,
  • Kinderzulage (bei Geburt vor dem 1.1.2008) 185 Euro p.a.,
  • Kinderzulage (bei Geburt nach dem 31.12.2007) 300 Euro p.a.,
  • Berufsstarter-Bonus (bei Abschluss vor Ende des 25. Lebensjahrs) einmalig 200 Euro.

Zusätzlich zur Zulagenförderung können die Beiträge zur Riester-Rente als Sonderausgaben in der Steuererklärung angegeben werden. Das Finanzamt prüft, ob über die staatliche Zulage hinaus weitere Steuerersparnisse zu gewähren sind, um die Beiträge steuerfrei zu stellen. Schließlich müssen die Rentenauszahlungen ja voll versteuert werden. Die ermittelte Differenz wird vom Finanzamt gutgeschrieben.

Nach einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs gilt diese Förderung durch Zulagen und Steuerersparnisse jetzt auch für Sparer, die es als Rentner ins EU-Ausland zieht.

Tipp
Stellen Sie einen Dauerzulagenantrag und schöpfen Sie die Förderung voll aus. Die höchste Förderquote erzielen Sie, wenn Sie vier Prozent Ihres Vorjahresbruttogehalts bis maximal 2100 Euro minus Zulagen einzahlen. Bei Verheirateten sind dazu zwei Riester-Verträge erforderlich. Bezieht ein Ehepartner kein rentenversicherungspflichtiges Einkommen, muss er keinen Eigenbetrag leisten und erhält dennoch die volle Zulage.

Fünf Anlageformen zur Wahl

Mittlerweile können Riester-Sparer unter fünf Anlageformen wählen:

  • klassische private Rentenversicherung,
  • fondsgebundene Rentenversicherung,
  • Fondssparplan,
  • Banksparplan,
  • Wohn-Riester.

Ob im Einzelfall einer Wohn-Immobilie, einem Bank- oder Fondssparplan, einer klassischen Rentenversicherung oder einer fondsgebundenen Rentenversicherung der Vorzug zu geben ist, hängt von den persönlichen Lebensumständen und den individuellen Vorlieben bei der Geldanlage ab.

Wohn-Riester ist nur dann sinnvoll, wenn der Erwerb eines Eigenheims geplant ist, das bis zum Lebensende bewohnt werden soll.

Tipp
Wohn-Riester ist die einzige Form der Riester-Förderung, von der Sie schon vor dem 60. Lebensjahr etwas haben. Sie senken damit Ihre laufende Darlehensbelastung und können den erhöhten Komfort einer eigenen Immobilie genießen. Die Aussicht auf ein Eigenheim stellt zudem einen großen Anreiz zum sinnvollen Sparen dar. Dafür verzichten viele gern auf den zweiten Urlaub oder ein neues Auto. Zudem ist die Konzentration aller finanziellen Mittel auf die Entschuldung der Immobilie überaus sinnvoll. Wohn-Riester ist ein geeigneter Weg zum Ziel einer schuldenfreien Immobilie, das bis zum Ruhestand erreicht sein sollte. Entscheiden Sie sich für diese Form der privaten Altersvorsorge, dann sollten Sie ganz sicher sein, dass Sie Ihr Eigenheim dauerhaft bis ins hohe Alter selbst nutzen werden, da sonst die staatlichen Zulagen und die Steuervorteile zurückzuzahlen sind. Zudem sind die im ausgezahlten Kapital enthaltenen Erträge zu versteuern.

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