ALG II: Höhere Freibeträge für die Altersvorsorge

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Im Rahmen des Sozialversicherungs-Stabilisierungsgesetzes wurde u.a. eine Erhöhung der Freibeträge für das Altersvorsorge-Vermögen von ALG-II-Beziehern beschlossen. Statt 250,- Euro wird diesen ein Freibetrag in Höhe von 750,- Euro pro Lebensjahr gewährt. 

Ehepartnern, die beide 50 Jahre alt sind, wird damit beispielsweise ein Vermögen zur Alterssicherung in Höhe von insgesamt 75.000,- Euro zugestanden. Dies gilt allerdings ausdrücklich nur für "geldwerte Ansprüche, die der Altersvorsorge dienen" (§ 12 Abs. 2 Nr. 3 SGB II).

Gemeint sind damit nicht etwa Ersparnisse aus Riester-Verträgen oder Rürup-Verträgen, sondern Rücklagen aus zusätzlichen privaten Verträgen zur Alterssicherung. Es zählen dabei nur private Altersrücklagen, an die die Antragsteller oder ihre Partner vor dem Rentenalter nicht herankommen können.

Tipp

Wenn Sie über Rücklagen zur Alterssicherung verfügen, lassen Sie sich rechtzeitig durch Ihre Versicherungsgesellschaft beraten. Die Verträge müssen eventuell geändert werden. Dabei wird das Geld mindestens bis zu Ihrem 60. Lebensjahr festgelegt. Achtung: Damit ist das Geld für eine anderweitige Verwendung vor Rentenbeginn gesperrt – und zwar unwiderruflich! Zusätzlich zum Alterssicherungs-Vermögen wird den Betroffenen noch ein Freibetrag von 150,- Euro pro Lebensjahr für frei verfügbares Vermögen zugestanden.

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