Höherer Freibetrag bei Grundsicherung macht Altersvorsorge für Geringverdiener attraktiver

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat ausgerechnet, wie sich der ab 2018 geltende Freibetrag auf Arbeitnehmer auswirkt, die während ihres Erwerbslebens den Mindestlohn oder 40 Prozent darüber verdienen und zusätzlich über einen Riester-Vertrag privat fürs Alter vorsorgen.

Ergebnis: Wer 45 Jahre lang Vollzeit (38,5 Stunden) arbeitet und dabei immer 40 Prozent mehr als den jeweils geltenden Mindestlohn verdient, wird zwar trotzdem auf Grundsicherung im Alter angewiesen sein, hat aber insgesamt ein höheres verfügbares Einkommen.

Der Grund: Der Freibetrag, der ab 2018 gilt, sorgt dafür, dass der oben beschriebene Beispielarbeitnehmer mehr von seiner Riester-Rente hat. Denn künftig gilt ein Freibeitrag, der maximal dem halben Regelbedarf entspricht (2017: 409 Euro), und das sind derzeit 204,50 Euro.

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Nach 45 Beitragsjahren geht dieser Beispielarbeitnehmer im Jahr 2037 in Rente und bekommt eine gesetzliche Rente von 1.446 Euro brutto. Die Netto-Rente ohne private Altersvorsorge liegt mit 1.290 Euro 161 Euro unter dem angenommenen Grundsicherungsbedarf von 1.451 Euro.

Nimmt man eine Verzinsung des Riester-Vertrags von vier Prozent an (etwa bei Abschluss im Jahr 2002), steigt das verfügbare Einkommen dank des Freibetrags auf knapp 1.693 Euro. Darin sind noch 50 Euro Grundsicherung enthalten.

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Wird der Riester-Vertrag mit zwei Prozent verzinst (etwa bei Abschluss nach dem Jahr 2010), steigt das Alterseinkommen immerhin auf 1.633 Euro.

Wer 45 Jahre lang nur den Mindestlohn verdient, kann sein verfügbares Einkommen durch die zusätzliche private Altersvorsorge immerhin um gut 14 Prozent von 1.451 Euro auf 1.660 Euro steigern – bei angenommen vier Prozent Zinsen auf den Riester-Vertrag und 460 Euro Grundsicherung.

Detaillierte Beispielberechnungen finden Sie hier: http://www.diw.de

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