Hartz IV: Neue Regelsätze für 2017

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2017 richtet sich der ALG-II-Bedarf erstmals nach der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe von 2013. Hiervon profitieren im Wesentlichen nur bedürftige Kinder zwischen 6 und 13 Jahren.

Sie erhalten 2017 deutlich höhere Leistungen (+ 21,00 €) pro Monat. In den anderen Regelbedarfsstufen soll es nur 3,00 € bis 5,00 € mehr und für Kinder unter 6 Jahren gar keine Verbesserungen geben (siehe Tabelle).

Geplante Regelbedarfsstufen 2017

gegenüber 2016

Stufe

Alleinstehende/Alleinerziehende

409,00 €

+ 5,00 €

1

(Ehe-)Paare ab 18 Jahre pro Person

368,00 €

+ 4,00 €

2

Weitere Erwachsene

327,00 €

+ 3,00 €

3

Jugendliche von 14 bis unter 18 Jahren

311,00 €

+ 5,00 €

4

Kinder von 6 bis unter 14 Jahren

291,00 €

+ 21,00 €

5

Kinder unter 6 Jahren

237,00 €

+ 0,00 €

6

Eine Klarstellung gibt es für Erwachsene, die nicht in einem Paarhaushalt zusammenleben, etwa für einen 27-jährigen Sohn, der noch bei seinen Eltern lebt. Diese Erwachsene haben nun Anspruch auf den vollen Regelsatz (Stufe 1). Ausnahme: Erwachsene unter 25, die im Haushalt der Eltern leben und SGB-II-Leistungen erhalten. Sie bekommen weiterhin nur Leistungen nach Stufe 3. Das gilt weiterhin auch für Erwachsene in stationären Einrichtungen.

Auch die Mehrbedarfszuschläge verändern sich, da sie an die Regelsätze gekoppelt sind. So erhalten Alleinerziehende je nach Zahl und Alter ihrer Kinder einen Zuschlag in Höhe von 12 % bis 60 % des für sie geltenden Regelsatzes. Meist sind sie in Regelbedarfsstufe 1 eingeordnet. Der Zuschlag liegt dann minimal bei 49,08 € monatlich und maximal bei 249,40 €. Diese Leistung soll nicht vorrangig dem Lebensunterhalt der betroffenen Haushalte dienen, sondern den Alleinerziehenden dabei helfen, Entlastungsleistungen zu finanzieren.

Auch für Schwangere sind Mehrbedarfszuschläge vorgesehen. Sie erhalten von der 13. Schwangerschaftswoche an einen Zuschlag von 17 % ihres individuellen Regelbedarfs, max. sind dies nun für einen vollen Monat 69,53 € (in Regelbedarfsstufe 1). Nicht erwerbsfähigen Beziehern von Sozialgeld steht auf Antrag ein Mehrbedarf von 17 % des für sie maßgeblichen Regelsatzes zu, wenn sie Inhaber eines Behindertenausweises mit dem Merkzeichen G sind.

35 % Zuschlag (nun max. 143,15 € in Stufe I) können Behinderte bekommen, die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII erhalten, wenn ihnen eine vom Integrationsamt vermittelte Maßnahme zur Teilnahme am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX oder Eingliederungshilfen nach dem SGB XII bewilligt wurden.

Darüber hinaus gibt es für Haushalte, die Warmwasser nicht über eine Zentralheizung beziehen, Zuschläge für Warmwasser, die ebenfalls geringfügig angepasst wurden. Dadurch sollen beispielsweise Stromkosten für einen Durchlauferhitzer abgedeckt werden.

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