Die fünf besten Steuertipps für Eltern

 - 

Eltern können gehörig Steuern sparen. Holen Sie das Optimum aus Ihrer Steuererklärung heraus, indem Sie die Kosten für Kinderbetreuung, Au-pair, Babysitter und Schulgeld steuerlich absetzen.

Kosten für Kinderbetreuung absetzen

Die gute Nachricht vorweg: Seit 2012 werden die Kosten für Kinderbetreuung bis zu einer Höhe von zwei Dritteln und bis maximal 4.000 € pro Kind als Sonderausgaben berücksichtigt. Das gilt unabhängig davon, ob die Betreuung der Kinder erwerbsbedingt ist. Steuerlich absetzbar ist die Betreuung für leibliche, Adoptiv- oder Pflegekinder. Die Betreuungskosten von Stiefkindern werden als Sonderausgaben berücksichtigt, wenn der Steuerpflichtige neu verheiratet ist und gemeinsam mit dem neuen Partner veranlagt wird.

Au-pair-Kosten steuerlich geltend machen

Zu Anrechnung der Kosten für Au-pairs gibt es zwei Möglichkeiten: Wird im Au-pair-Vertrag festgelegt, welchen zeitlichen Anteil die Kinderbetreuung hat und wie viel dafür gezahlt wird, dürfen die Kosten geltend gemacht werden. Alternativ dazu wird der Anteil der Kinderbetreuung auf 50 Prozent geschätzt, sofern Au-pairs-im Haushalt der Familie wohnen. Übrigens: Kosten, die nicht auf Kinderbetreuung entfallen, mindern ebenfalls die Steuerlast und zwar im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen.

Regeln für den Abzug von Babysitterkosten

Babysitterkosten sind inzwischen auch dann absetzbar, wenn der Babysitter bar bezahlt wird. Doch Achtung: Die Eltern gelten auch bei geringer Stundenzahl der Beschäftigung als Arbeitgeber des Babysitters. Eine Unfallversicherung für den Babysitter bei einem Gemeindeunfallversicherungsverband oder einer Unfallkasse ist also erforderlich. Liegt ein im Haushaltsscheckverfahren bei der Minijob-Zentrale angemeldeter Minijob vor, werden die Beiträge hierzu automatisch mit eingezogen.

Schulgeld

30 Prozent sind absetzbar Für eine begünstigte Privatschule können 30 Prozent des Schulgelds und maximal 5.000 € pro Kind steuerlich geltend gemacht werden. Voraussetzung ist, dass für das Kind Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge besteht, wobei ein halber Freibetrag ausreicht. Zu den begünstigten Schulen gehören vor allem:

  • private Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen oder Förderschulen, private Gymnasien oder integrierte Gesamtschulen;

  • Waldorfschulen und Montessori-Schulen;

  • private berufsbildende Einrichtungen wie Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachoberschulen, Fachgymnasien, Berufsoberschulen, Fachschulen, Fachakademien, Schulen des Gesundheits- und Sozialwesens;

  • deutsche Schulen im Ausland (auch außerhalb der EU).

Freistellungsauftrag für Kinder

Auch in Zeiten niedriger Zinsen gilt: Erzielt ein Kind Kapitalvermögen durch ein eigenes Sparbuch oder ein Aktiendepot, wird grundsätzlich die Abgeltungsteuer fällig. Eltern vermeiden diesen Abzug, indem sie für das Kind gegenüber der Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Zinsen und Veräußerungsgewinne können dann bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags (801 €) steuerfrei an das Kind ausgezahlt werden.

Aber auch ohne Freistellungsauftrag gibt es vom Staat Geld zurück: Das funktioniert entweder über eine Einkommenssteuererklärung für das Kind oder einfacher über eine Nichtveranlagungsbescheinigung. Mit dieser werden Zinsen ohne Abzug von der Abgeltungsteuer ausgezahlt. Die Bescheinigung ist drei Jahre lang gültig, das Antragsformular mit der Bezeichnung NV1A gibt es beim Finanzamt oder online unter https://www.formulare-bfinv.de/ffw/content.do.

Damit Eltern keine Sparmöglichkeit übersehen und das Optimum aus ihrer Einkommensteuererklärung herausholen, sollten sie für ihre Einkommensteuererklärung auf eine komfortable Steuersoftware wie die SteuerSparErklärung 2014 setzen: Sicher und Schritt für Schritt leitet ein Interviewmodus auch Steuerlaien in kürzester Zeit ans Ziel. Von der Vorbereitung der Einkommensteuererklärung über die Erstellung bis hin zum Versand sowie der Prüfung des anschließenden Steuerbescheids – das lückenlose Zusammenspiel aller Assistenten stellt sicher, dass der Nutzer zu keinem Zeitpunkt mit dem Thema alleine ist.

Weitere News zum Thema

  • Volles Elterngeld nach Fehlgeburt

    [] Für die Berechnung des Elterngelds nach der Geburt eines Kindes macht es keinen Unterschied, ob eine frühere Schwangerschaft mit einer Lebend- oder einer Fehlgeburt geendet hatte, wenn die Schwangere im Anschluss an jene Schwangerschaft arbeitsunfähig an einer Depression erkrankt war. mehr

  • Höherer Kinderzuschlag für Arbeitnehmer

    [] Der Kinderzuschlag nach § 6a Bundeskindergeldgesetz soll Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen entlasten und ihnen vor allem den Antrag auf Hartz IV ersparen. Das soll durch die Kombination von Lohn, Kindergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag gelingen. mehr

  • Kinder zwischen 18 und 21: Schon die Arbeit-suchend-Meldung sichert Kindergeld

    [] Die Schulzeit endet – und dann? Für die Eltern stellt sich dann – zumindest wenn ein Kind bereits volljährig ist – auch die Frage: Was wird aus dem Kindergeld? Wenn bis zu einer Ausbildungsaufnahme oder einem Studium eine längere Zeit zu überbrücken ist, kann eine Arbeitslosmeldung den Anspruch auf Kindergeld sichern – zumindest wenn der Nachwuchs noch nicht älter als 21 Jahre ist. mehr

  • Seit 1.1.2017: Mehr Geld vom Staat für Kinder

    [] (verpd) In der Regel haben Eltern für jedes minderjährige Kind Anspruch auf Kindergeld. Unter bestimmten Kriterien wird das Kindergeld auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres für eine gewisse Zeit gewährt. Zum 1. Januar 2017 hat die Bundesregierung das Kindergeld angehoben – und nicht nur das. mehr

  • Achtung: WhatsApp-Falschmeldung zum Kindergeld

    [] Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) warnt vor einer Falschmeldung zum Kindergeld, die derzeit über WhatsApp verbreitet wird. Auf keinen Fall sollte man den dort enthaltenen Link öffnen, appelliert das Amt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.