Betrieb einer Solaranlage kann Elterngeld mindern

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Das Einkommen, das Eltern aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage beziehen, schmälert die Höhe des Elterngelds. Das hat das Bundessozialgericht am 21.6.2016 entschieden.

Eine Mutter bezog neben ihrem Gehalt aus einer abhängigen Beschäftigung Gewinneinkünfte aus dem Betrieb einer Solaranlage. Der Landkreis Göttingen berechnete deshalb das Elterngeld für ihr im August 2013 geborenes Kind auf der Grundlage des letzten steuerlichen Veranlagungszeitraums, dem Jahr 2012. Die Einkünfte der Klägerin im Jahr 2013 blieben damit außer Betracht.

Anders als die Vorinstanzen hat der 10. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) die Wahl dieses Bemessungszeitraums in seiner Sitzung am 21.6.2016 bestätigt und auf die Revision des beklagten Landkreises die auf höheres Elterngeld gerichtete Klage der Mutter abgewiesen (Az. B 10 EG 8 / 15 R).

Das Gesetz schreibt diesen Bemessungszeitraum seit der Neuregelung durch das Gesetz zur Vereinfachung des Elterngeldvollzugs vom 10.9.2012 bei sogenannten Mischeinkünften aus selbstständiger und abhängiger Beschäftigung zwingend vor.

Die damit in atypischen Einzelfällen verbundenen Belastungen – bei der Klägerin ein Verlust von immerhin mehreren Tausend Euro Elterngeld – sind durch das gesetzgeberische Ziel der Verwaltungsvereinfachung gerechtfertigt.

Weitere Informationen zu diesem Fall: Weniger Elterngeld wegen Betriebs einer Solaranlage? .

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