Resturlaub nicht verfallen lassen

Resturlaub nicht verfallen lassen

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Jeder dritte Arbeitnehmer lässt Urlaubstage verfallen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes für den DGB-Index. Besonders häufig verzichten danach besser qualifizierte Arbeitnehmer auf Urlaubstage. Differenziert man nach Branchen, so ist der Urlaubsverzicht insbesondere in Bau-Berufen weit verbreitet – vom Planer, Architekten bis zum Beschäftigten im Tiefbau.

Normalerweise gilt: Resturlaub kann nur unter bestimmten Bedingungen ins Folgejahr übertragen werden – und muss auch dann spätestens bis Ende März genommen werden. Auch wenn keine zwingenden Gründe vorliegen, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer allerdings eine Übertragung des Urlaubs auf das Folgejahr und einen Zeitraum nach dem 31.3.2017 regeln.

Doch das sollte immer schriftlich vereinbart und vom Arbeitgeber per Unterschrift bestätigt werden. Können Arbeitnehmer eine Übertragung des Urlaubs nicht nachweisen, haben sie im Streitfall das Nachsehen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz bereits 2004 (Az. 5 Sa 209/04).

Resturlaub auf Lebensarbeitszeitkonten ansparen

Jeder dritte Arbeitnehmer lässt Urlaubstage verfallen. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Gewerkschaftsbundes für den DGB-Index Gute Arbeit. Besonders häufig verzichten danach besser qualifizierte Arbeitnehmer auf Urlaubstage. Differenziert man nach Branchen, so ist der Urlaubsverzicht insbesondere in Bau-Berufen weit verbreitet – vom Planer, Architekten bis zum Beschäftigten im Tiefbau.

In vielen Betrieben können Resturlaubsansprüche auch in Lebensarbeitszeitkonten bzw. Langzeitkonten eingebracht werden und später für längere Auszeiten mit Lohnfortzahlung oder eine zeitweise Verkürzung der Arbeitszeit ohne Einkommensverlust genutzt werden.

Die Einrichtung eines solchen Kontos können Arbeitnehmer auch individuell mit ihrem Chef vereinbaren. Einfacher ist es aber natürlich, wenn es hierzu – wie in der Chemieindustrie – einen Tarifvertrag gibt. Nach dem Demografie-Tarifvertrag der IG BCE können auf Langzeit- bzw. Lebensarbeitszeitkonten über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinausgehende Urlaubsansprüche eingebracht werden. Der gesetzliche Mindesturlaub umfasst 24 Werktage (= alle Wochentage außer Sonntag), das entspricht vier Arbeitswochen. Die meisten Arbeitnehmer haben jedoch Anspruch auf einen sechswöchigen Urlaub. Zwei Urlaubswochen können damit auf einem betrieblichen Langzeitkonto angespart werden. Folgendes Beispiel zeigt, was das Ansparen von Urlaubstagen bringen kann:

Beispiel:

Nehmen wir an, Sie bringen fünf Jahre lang acht Urlaubstage (bzw. den Geldwert von acht Urlaubstagen) in Ihr Langzeitkonto ein. Wenn Sie diese Ersparnisse im sechsten Jahr nutzen möchten (das muss natürlich mit dem Arbeitgeber abgestimmt werden), können Sie im sechsten Jahr – wenn Sie den normalen Urlaubsanspruch hinzunehmen – bereits ein viermonatiges Sabbatical mit voller Lohnfortzahlung finanzieren.

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