Kinderbetreuung durch Minijobber nicht bar bezahlen!

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Kosten für die Kinderbetreuung werden nur dann steuerlich berücksichtigt, wenn die Zahlungen nicht in bar, sondern auf ein Konto der Betreuungsperson erbracht wurden. Das gilt auch dann, wenn die Betreuungsperson im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses angestellt ist.

Das geht aus einem aktuell veröffentlichten Urteil des BFH hervor.

Im entschiedenen Fall hatte ein berufstätiges Ehepaar zur Betreuung des gemeinsamen Sohnes eine Teilzeitkraft auf Minijob-Basis (450 €-Job) beschäftigt. Das Gehalt von monatlich 300 € zahlten sie in bar aus.

In seiner Steuererklärung machte das Ehepaar 2/3 der Aufwendungen, also 2.400 €, als steuerlich abzugsfähige Kinderbetreuungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte die Ausgaben jedoch nicht an und erklärte, die in den Streitjahren (es handelte sich um die Steuererklärungen für 2009 und 2010) geltende Regelung verlange, dass der Arbeitslohn auf ein Konto der beschäftigen Person überwiesen werde.

Der BFH folgte der Auffassung des Finanzamts und erklärte, die fragliche Regelung, die bis 2011 galt, verlange, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erbracht worden ist.

Rechnung und Überweisung auch nach aktueller Regelung erforderlich

Ab dem Veranlagungszeitraum 2012 richtet sich der Abzug von Kinderbetreuungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG. Diese Vorschrift setzt für den Abzug der Aufwendungen ebenfalls voraus, dass der Steuerpflichtige für die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist (BFH-Urteil vom 18.12.2014, III R 63/13 ).

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