Immer mehr Bedürftige: Sozialhilfeausgaben steigen

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Die Sozialhilfeausgaben je Einwohner stiegen deutschlandweit zwischen 2006 und 2013 um mehr als 4 % jährlich.

Diese Entwicklung kann im Wesentlichen auf einen Anstieg der Zahl der Leistungsempfänger (Fälle) zurückgeführt werden, während die Ausgaben je Fall seit Jahren weitgehend stagnieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts.

Der stärkste Ausgabenzuwachs bestand bei der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen sowie bei der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Im Jahr 2013 betrug die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bundesweit rund 400 € pro Monat.

Eine länderspezifische Auswertung der wichtigsten Sozialhilfeausgaben zeigt außerdem erhebliche regionale Unterschiede. Die Auszahlungen für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung betrugen in den ostdeutschen Bundesländern durchschnittlich mindestens 300 € pro Monat, während in Westdeutschland bis zu rund 425 € pro Monat im Länderdurchschnitt bestimmter Bundesländer gezahlt wurden.

Im Jahr 2013 lagen die Sozialhilfeausgaben je Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern um mehr als 50 % über dem Niveau von Sachsen. In Bremen wurde je Einwohner sogar fast dreimal so viel für Sozialhilfe ausgegeben wie in Sachsen. Die Untersuchung des ifo Instituts empfiehlt daher eine stärkere Auseinandersetzung mit diesen länderspezifischen Unterschieden, insbesondere vor dem Hintergrund des geplanten Bundesteilhabegesetzes.

Quelle: ifo Dresden berichtet

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