Bei Altersteilzeit den Werbungskostenpauschbetrag nutzen

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Altersteilzeitler entscheiden sich meist nicht für eine echte Teilzeitbeschäftigung, sondern wählen das sog. Blockmodell: In der Altersteilzeit arbeiten sie dann zunächst einige Jahre mit unveränderter Arbeitszeit weiter, um sich danach – bei weiter bestehendem Beschäftigungsverhältnis – faktisch vorzeitig in den Ruhestand zu verabschieden.

Eine der zahlreichen noch offenen Fragen zur Altersteilzeit hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit einem jetzt veröffentlichten Urteil geklärt: Die laufenden Zahlungen des Dienstherrn an einen Beamten in der Freistellungsphase sind weder Versorgungsbezüge im Sinne des § 19 Abs. 2 Satz 2 EStG, noch stehen sie solchen Bezügen gleich.

Der Freibetrag für Versorgungsbezieher und etwaige Zuschläge zu diesem Freibetrag kommen dem freigestellten Beamten deshalb nicht zugute – bis sie offiziell in den Ruhestand getreten sind (Urteil vom 21.3.2013, Az. VI R 5/12). Der BFH verweist auf das alternative Modell der Altersteilzeit, der Reduzierung von Arbeitsleistung und Bezügen während der gesamten Altersteilzeit. In dieser Variante könne nicht zweifelhaft sein, dass der Beamte Dienstbezüge aus aktiver Tätigkeit und keine Versorgungsbezüge erhalte. Für die Variante des Blockmodells müsse steuerlich dasselbe gelten.

Betroffene sollten darauf achten, dass zumindest der Werbungskostenpauschbetrag vom Finanzamt berücksichtigt wird – darüber hinausgehende Werbungskosten werden Altersteilzeitler allerdings kaum geltend machen können.

Quelle: Der GeldBerater, August 2013

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