Arbeitslosengeld Q: Hoffnung für Ältere

Arbeitslosengeld Q: Hoffnung für Ältere

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Kanzlerkandidat Martin Schulz und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (beide SPD) stellen ihr Konzept zur Verlängerung des Arbeitslosengelds vor. Ältere Arbeitslose, die eine Maßnahme zur beruflichen Qualifikation absolvieren, können bis zu vier Jahre Arbeitslosengeld I beziehen.

Die berufliche Qualifizierung und Weiterbildung arbeitslos gewordener Arbeitnehmer soll deren Chancen erhöhen, wieder eine Arbeitsstelle zu bekommen. Deshalb will die SPD will für alle Arbeitnehmer und Arbeitslose ein Anrecht auf Weiterbildung einführen.

Das derzeit je nach Alter und Versicherungsdauer auf sechs bis 24 Monate befristete Arbeitslosengeld I will Martin Schulz um Zeiten der beruflichen Qualifizierung verlängern. Arbeitslosen, die nicht innerhalb von drei Monaten eine neue Stelle finden, soll die Arbeitsagentur künftig eine Qualifizierungsmaßnahme anbieten müssen, die die Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig erhöht.

Anspruch auf Qualifikationsmaßnahmen geplant

Arbeitslose sollen laut Vorstandsbeschluss der SPD künftig einen Rechtsanspruch auf geförderte Weiterbildung geltend machen können, selbst wenn die Arbeitsagentur eine solche Maßnahme im Einzelfall eigentlich nicht für sinnvoll hält - etwa wegen fortgeschrittenen Alters.

Führt die Weiterbildung nicht in Arbeit, sollen die Versicherten ihren vollen Anspruch auf Arbeitslosengeld I behalten. Die Weiterbildungszeiten sollen die übrige Bezugsdauer von Arbeitslosengeld nicht mehr schmälern.

Der Rechtsanspruch auf Weiterbildung soll für alle Arbeitslosen gelten. Während der Weiterbildung, die bis zu zwei Jahre dauern kann, soll die Geldzahlung künftig "Arbeitslosengeld Q" heißen.

Für die Dauer der beruflichen Weiterbildung zahlt die Arbeitsagentur das Arbeitslosengeld Q in Höhe des regulären Arbeitslosengelds I, das je nach Familiensituation zwischen 60 und 67 Prozent des anrechenbaren Bruttogehalts liegt.

Zwei weitere Verbesserungen im SPD-Wahlprogramm vorgesehen

Zudem soll mehr Kurzzeitbeschäftigten Anspruch auf Arbeitslosengeld I verschafft werden. Wer in drei Jahren mindestens zehn Monate lang Beiträge gezahlt hat, soll künftig Arbeitslosengeld I erhalten. Derzeit setzt das Beitragszahlungen für zwölf Monate in zwei Jahren voraus.

Überdies sollen mehr Langzeitarbeitslose als bisher die Fürsorgeleistung Hartz IV beziehen dürfen, auch wenn sie über ein Vermögen in fünfstelliger Höhe verfügen. Der Grundfreibetrag soll sich auf 300 Euro je Lebensjahr verdoppeln. Mit dem Altersvorsorgefreibetrag von bis zu 50.250 Euro wären dann Vermögen von bis zu etwa 70.000 Euro freigestellt und kein Hinderungsgrund für einen Bezug von Sozialfürsorge.

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