Zollkontrolle: Wer die Nerven verliert, muss doppelt zahlen

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Zu einer Geldstrafe von 1200 Euro wurde ein Urlauber wegen Beleidigung gegenüber Zollbeamten verurteilt. Er wollte 340 Zigaretten einführen; erlaubt waren aber nur 200. Deshalb gilt: Besser vor der Reise informieren, als sich nach der Reise ärgern.

Dass ein Reisender nicht erfreut ist, wenn er nach dem Urlaub vom Zoll zur Kasse gebeten wird, weil die Reisefreimengen überschritten sind, ist nachvollziehbar. Und dass manch ein Reisender seinem Ärger verbal etwas Luft macht, sind die Beamten am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden gewohnt.

Alles müssen sich die Zöllner, die in Ausübung ihres Dienstes ja stets als verlängerter Arm des Gesetzgebers agieren, jedoch nicht gefallen lassen.

So sah es auch das Amtsgericht Bühl und verurteilte einen 51-jährigen Offenburger wegen Beleidigung zu 40 Tagessätzen à 30 Euro. So kommen die Begriffe "Idiot" und "Schlucki", mit denen er die Zollbeamten lautstark beleidigte, den Mann nun teuer zu stehen.

Neben der Strafe von 1200 Euro muss er auch noch die Einfuhrabgaben für 340 Zigaretten bezahlen, die er versuchte am Zoll vorbei durch den "grünen Kanal" zu schmuggeln.

Die Kanarischen Inseln gehören zwar zum Zollgebiet der Europäischen Union, nicht aber zum Steuergebiet für Verbrauchsteuern und die Mehrwertsteuer. Hier gelten die Reisefreimengen für Drittländer.

Aus Gran Canaria dürfen Reisende also nur 200 Zigaretten abgabenfrei einführen. "Besser vor der Reise informieren, als sich nach der Reise ärgern", sagt deshalb Matthias Götz, Pressesprecher des Hauptzollamts Karlsruhe, der auf die Internetseite www.zoll.de verweist.

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