Zivilcourage zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen

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(verpd) Immer wieder nutzen gewaltbereite Personen öffentliche Events oder belebte Plätze, um ihre Aggressionen auszuleben. Es gibt jedoch Verhaltensmaßnahmen, die das Risiko des Einzelnen, selbst in einen Streit hineingezogen zu werden, minimieren. Besonders wichtig und auch gesetzlich vorgeschrieben ist es zudem, nicht wegzusehen, wenn man als Unbeteiligter Zeuge einer Gewalttat wird.

Oft genügen schon ein falscher Blick, eine falsche Bemerkung oder einfach nur die Anwesenheit, um ungewollt in einen Konflikt hineinzugeraten. Die Polizei rät daher jedem, gewaltträchtigen Situationen und erkennbaren Konflikten aus dem Weg zu gehen und sich deutlich von gewaltbereiten Personen zu distanzieren. Man sollte sich zudem nicht durch Reden, Gesten oder Benehmen provozieren lassen.

Allerdings sollte man auch nicht einfach wegschauen, wenn man bemerkt, dass jemand einen anderen angreift. Jeder sollte in einem solchen Fall unbedingt helfen, ohne selbst ein Risiko einzugehen. Andernfalls macht er sich gemäß Paragraf 323c StGB (Strafgesetzbuch) der unterlassenen Hilfeleistung strafbar, was eine Geldstrafe oder eine bis zu einjährige Haftstrafe nach sich ziehen kann.

So kann jeder helfen

Kann man einen Gewalttäter nicht mit Worten von seiner Tat abhalten, oder ist er offensichtlich stärker und man hat Angst, selbst von ihm angegriffen zu werden, empfiehlt die Polizei, nicht allein gegen ihn vorzugehen, sondern andere aktiv zur Mithilfe aufzufordern und auf alle Fälle den Notruf 110 wählen.

Man sollte sich zudem nie vom Täter provozieren lassen oder ihn provozieren und ihn auch nicht duzen, da umstehende Passanten sonst „einen rein persönlichen Konflikt vermuten“ und deswegen von einer Mithilfe absehen könnten.

Um andere zur Mithilfe aufzufordern, ist eine direkte Ansprache eines umstehenden Passanten am wirkungsvollsten. Was der Einzelne dabei genau tun kann, ohne als Helfer und Zeuge dabei selbst in Gefahr zu geraten, steht unter anderem im entsprechenden Internetauftritt www.aktion-tu-was.de der Polizei.

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