Worauf beim Reifenkauf geachtet werden sollte

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(verpd) Müssen neue Reifen gekauft werden, können ein europaweit geltendes Reifenlabel und ein Webportal des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) bei der Auswahl weiterhelfen.

Es gibt diverse Gründe, warum man alte Reifen durch neue ersetzen sollte, angefangen von einer zu niedrigen Profiltiefe über die Beschädigung eines Reifens bis hin zu einer Überalterung von Reifen. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von Reifen liegt bei 1,6 Millimetern. Nach Aussagen von Verkehrsexperten sollten Reifen aus Sicherheitsgründen mindestens drei oder mehr Millimeter Profil aufweisen.

Weist ein Reifen Risse, Beulen oder beispielsweise einen eingefahrenen Nagel auf, sollte dieser sofort ausgetauscht werden. Zwar gibt es bei Autoreifen kein Gesetz, das die Verwendung von Pkw-Reifen ab einem bestimmten Alter verbietet, dennoch empfehlen die Experten des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR), dass Reifen, die älter als zehn Jahre sind, ersetzt werden sollten.

Autoreifen halten nicht unbegrenzt

Der Reifengummi wird nämlich mit zunehmendem Alter hart und spröde, sodass sich beispielsweise die Straßenhaftung bei Nässe, das Bremsverhalten und der Rollwiderstand mit zunehmendem Reifenalter verschlechtern, wie Untersuchungen belegen. Übrigens: Eine gesetzliche Regelung, bis zu welchem maximalen Alter ein Reifen verwendet werden darf, gibt es zwar nicht für Pkws, wohl aber für Anhänger und Wohnwagen.

Normalerweise darf ein Gespann, also ein Pkw mit Anhänger oder Wohnwagen, wie in Paragraf 18 Absatz 5 Nummer 1b StVO (Straßenverkehrsordnung) vorgeschrieben, nur mit einer Geschwindigkeit von 80 km/h auf Autobahnen gefahren werden. Allerdings ist entsprechend der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO unter bestimmten Voraussetzungen eine 100-km/h-Zulassung möglich. Dann jedoch dürfen nach Paragraf 3 der 9. Ausnahmeverordnung zur StVO die Reifen des Wohnwagens oder Anhängers maximal sechs Jahre alt sein, bevor sie erneuert werden müssen.

Das Reifenalter erkennt man am Herstellungsdatum des Reifens, welche durch die letzten vier Ziffern der sogenannten DOT-Nummer – DOT steht für „Department of Transportation“ –, die auf jeder Reifenflanke steht, angeben wird. Die beiden ersten Zahlen zeigen dabei die Woche, an dem der Reifen produziert wurde, die beiden letzten Zahlen das Produktionsjahr. Beispiel: Ein Reifen mit der Aufschrift DOT ABCD A1B2 1212 wurde in der zwölften Kalenderwoche 2012 hergestellt.

Hilfreiche Informationen zur Reifenauswahl

Werden neue Reifen benötigt, kann ein in 2012 entsprechend der Verordnung der Europäischen Kommission 1222/2009 europaweit eingeführtes EU-Reifenlabel bei der Auswahl weiterhelfen. Alle Reifen von Pkws sowie leichten und schweren Nutzfahrzeugen, die nach dem 30.6.2012 produziert wurden und werden, müssen dieses Label haben. Es gibt Auskunft über den Rollwiderstand, die Nässehaftung und das Abrollgeräusch der Pneus.

Das Abrollgeräusch wird in Dezibel angegeben. In Anlehnung an das bereits bekannte EU-Label für Elektrogroßgeräte wird jeder Reifen hinsichtlich seines Rollwiderstandes und damit seiner Kraftstoffeffizienz sowie seiner Nassbremseigenschaften in die Klassen A bis G und mit farbiger Kennzeichnung von Grün (gut) bis Rot (schlecht) eingeteilt. Beispielsweise ist der Bremsweg bei Nässe bei einer Vollbremsung zwischen einem Reifen mit der Nässehaftungsklasse A laut DVR etwa 30 Prozent kürzer als bei einem Reifen der Klasse F.

Weitere hilfreiche Informationen zur Auswahl des richtigen Autoreifens bietet zudem die Initiative „Reifenqualität – Ich fahr auf Nummer sicher!“ des DVR. Unter dem Webportal der Initiative reifenqualitaet.de gibt es zahlreiche Tipps, Reifentests und Berichte rund um die Sicherheit und die Qualitätsmerkmale von Autoreifen, aber auch Hinweise darauf, wie sich mithilfe der Reifen der Benzinverbrauch minimieren lässt.

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