Wie kann ein Altverlust aus Kapitalvermögen verrechnet werden?

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Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften, die vor 2009 anfielen (Altverluste), waren bis 31.12.2013 nur mit Veräußerungsgewinnen aus Kapitalvermögen verrechenbar, die ab 1.1.2009 entstanden sind (Neugewinne). Das gilt aber nicht für Altverluste aus Kapitalvermögen.

So urteile das Finanzgericht in Münster (FG Münster vom 25.11.2014, 2 K 3941/11 E, EFG 2015 S. 399).

Im Streitfall wollte der Kläger seine nach 2008 erzielten positiven Kapitalerträge mit den vor 2009 angefallenen und in die Folgejahre vorgetragenen Verluste aus Kapitalvermögen verrechnen und den verbleibenden Restbetrag an positiven Kapitalerträgen dann mit dem günstigen Abgeltungsteuersatz von 25 % versteuern.

Das lehnten sowohl das Finanzamt als auch das Finanzgericht ab, verrechneten vielmehr den Verlustvortrag ab 2009 – wie früher auch – im Rahmen der Günstigerprüfung mit dem Gesamtbetrag aller Einkünfte des Kapitalanlegers und unterwarfen den dann noch verbliebenen Rest an positiven Kapitaleinkünften dem höheren Steuersatz gemäß Splittingtarif. Nun muss der Bundesfinanzhof in der von den Klägern eingelegten Revision darüber entscheiden (Az. VIII R 5/15).

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