Wichtige Frühjahrskontrolle beim Fahrrad

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(verpd) Zu wenig Luft in den Reifen, festsitzende Bremsen, korrodierte Kabelverbindungen beim Licht – die Liste der möglichen Sicherheitsrisiken, die ein Fahrrad, das längere Zeit in der Garage oder sonst irgendwo stand, aufweisen kann, ist lang. Experten erklären, worauf man achten sollte, damit der erste Ausflug mit dem Rad kein erhöhtes Unfallrisiko birgt.

Damit man nach einer längeren Fahrpause bei einem Fahrrad mögliche Mängel schneller erkennt, ist es sinnvoll, das Rad gründlich zu putzen und es dann einer ausgiebigen Sichtkontrolle zu unterziehen.

Beispielsweise sollte nach Angaben der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) die Beleuchtung, also Vorder- und Rückleuchten, auf Funktionsfähigkeit geprüft werden. Mögliche Gründe, warum das Licht nicht mehr funktioniert, können defekte Leuchtmittel, eingerostete Kontakte oder abgerissene Kabel sein.

Lenker, Bremsung und Reifen

Außerdem darf der Lenker laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) kein Lenkspiel aufweisen, wenn man ihn von links nach rechts bis zum Anschlag bewegt. Bewegt sich etwas, wenn bei angezogener Vorderradbremse am Lenker „geruckelt“ wird, muss entweder der Lenker oder das Lenkkopflager fester gestellt werden. Zudem sollten alle verfügbaren Gänge problemlos zum Schalten sein, anderenfalls muss die Schaltung neu justiert oder Bowdenzüge leicht eingefettet oder ausgewechselt werden.

Ein wichtiges Sicherheitsmerkmal sind intakte Bremsen. Sie sollten im Stand leicht zu betätigen und die Bremshebel gut erreichbar sein. Beschädigte Brems- und Schaltzüge können schnell zu einem Totalausfall der Bremse führen. Die Bremsbeläge dürfen zudem nicht zu hart oder abgefahren sein, da sonst eine einseitige oder schlechte Bremswirkung möglich ist.

Ein weiteres Sicherheitskriterium sind unbeschädigte Reifen. Zum einen sollten die Reifen noch ein Profil aufweisen und der Gummi nicht spröde sein. Auch der Reifendruck sollte passen, da es anderenfalls zu Schäden am Reifen kommen kann.

Die Fahrradkette ist ein Verschleißteil

Wie die Experten des ADFC betonen, ist es leichter, den Zustand der Bereifung, der Kette, der Gangschaltung und des Rahmens zu prüfen, wenn das Rad „auf den Kopf“ steht, also auf dem Lenker und dem Sattel. Unter anderem kann so leichter geprüft werden, ob alle Schrauben fest angezogen sind und der Rahmen keine Risse und Bruchstellen aufweist.

Prinzipiell und nicht nur nach der Winterpause ist es wichtig, die Fahrradkette regelmäßig mit einem passenden Kettenöl zu schmieren. Unter normalen Bedingungen hält eine Kette laut DVW zwischen 3.000 und 6000 Kilometer. Danach sollte eine neue Kette angeschafft werden, da sich anderenfalls die Kettenräder und Ritzel zu sehr abnutzen.

Zudem ist laut dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) darauf zu achten, dass die Kette ausreichend gespannt ist, denn wem während der Fahrt die Kette abspringt, der gerät leicht aus dem Gleichgewicht. Sinnvoll ist es nach einer längeren Standzeit auch, alle Gelenke eines Rades mit einem Tropfen säurefreien Nähmaschinenöl gängig zu machen.

Vorschriftsmäßige Ausstattung

Grundsätzlich muss ein Fahrrad den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und unter anderem mit Reflektorstreifen oder mit jeweils zwei gelben Speichenreflektoren pro Rad sowie einer funktionierenden Klingel ausgestattet sein. Was sonst noch ein Fahrrad haben muss, um als verkehrssicher zu gelten, kann im Webauftritt des DVW abgerufen werden.

Mehr Tipps zum Thema „verkehrssicheres Velo“ bieten die kostenlos herunterladbare Broschüre „Das sichere Fahrrad“ und der Flyer „Prüf Dein Rad“, die vom DVR herausgegeben wurden. Eine ausführliche Checkliste, was im Frühjahr an einem Velo kontrolliert werden sollte, gibt es auch online unter http://www.alles-gecheckt.de/site.aspx?url=html/mc2_25a.htm, einem Webauftritt des DVR.

Auch der ADFC stellt in seinem Internetauftritt und als Flyer kostenlos entsprechende Informationen zu Verfügung. Wer es sich nicht zutraut, sein Fahrrad auf Verkehrssicherheit zu kontrollieren und eventuell entdeckte Mängel zu beheben, sollte es in einer Fachwerkstatt für Fahrräder überprüfen lassen.

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