Weniger Pleiten in Deutschland

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(verpd) Wie bereits in 2012 sind auch in 2013 die Insolvenzen zurückgegangen. Das wird aus den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts ersichtlich. Dennoch sollten Betriebe vorsorgen, dass sie nicht durch möglicherweise zahlungsunfähige Kunden selbst in eine finanzielle Schieflage geraten.

Wie der Insolvenzstatistik des Statistischen Bundesamts zu entnehmen ist, ist die Zahl der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen in Deutschland in 2012 und 2013 im Vergleich zum Vorjahr jeweils um sechs Prozent gesunken. Konkret wurden 2011 noch 159.418, 2012 dann 150.298 und 2013 dann 141.332 Insolvenzverfahren registriert.

Im Detail gingen in 2011 30.099 Betriebe, 2012 28.297 Unternehmen und 2013 25.995 Firmen in die Insolvenz. Während die betrieblichen Insolvenzverfahren in 2012 um sechs Prozent zurückgingen, reduzierte sich die Insolvenzzahl in 2013 im Vergleich zum Vorjahr bereits um sieben Prozent. Auch bei den übrigen Schuldnern, in der Mehrheit Verbraucher, reduzierten sich die Insolvenzverfahren in 2012 und 2013 um jeweils sechs Prozent auf 122.001 Verfahren in 2012 und 115.337 Pleiten in 2013.

Betriebliche Maßnahmen gegen Forderungsausfälle

Doch auch wenn sich die Anzahl der Insolvenzverfahren insgesamt verringert hat, können für ein einzelnes Unternehmen unbezahlte Forderungen, insbesondere wenn sie hoch sind, schnell zu einem finanziellen Problem werden. Denn ein Unternehmer kann sich in den wenigsten Fällen sicher sein, dass ein Kunde nicht doch zahlungsunfähig wird und deshalb seine Rechnungen nicht begleicht. Selbst bei einer gut gehenden Firma kann sich durch hohe Zahlungsausfälle die Bonität verschlechtern.

Ein Unternehmen sollte daher Sicherungsmaßnahmen treffen, um Forderungsausfällen vorzubeugen. Vor der Auftragsannahme kann beispielsweise die Bonität des möglichen Kunden bei einschlägigen Anbietern überprüft werden.

Ein genaues Debitorenmanagement ermöglicht zudem, dass Zahlungsverzögerungen rasch erkannt werden, um umgehend reagieren zu können. Eine Garantie gegen Zahlungsausfälle ist dies jedoch nicht.

Schutz gegen zahlungsunfähige Kunden

Das Risiko, dass das eigene Unternehmen wegen säumiger Zahler in finanzielle Schwierigkeiten gerät, kann durch eine Forderungsausfall-Versicherung beziehungsweise Warenkredit-Versicherung gemindert werden. Sie springt ein, wenn berechtigte und nachweisliche Forderungen aus Warenlieferungen sowie aus Werk- und Dienstleistungen in einem bestimmten Zeitraum nicht bezahlt wurden.

Die Forderungsausfall-Versicherung erspart dem Unternehmen dabei den oftmals erfolglosen Gang zum Anwalt oder zum Inkassobüro. Um es gar nicht zum Schaden kommen zu lassen, werden je nach Vertragsvereinbarung durch den Versicherer Kreditprüfungs- und Überwachungsaufgaben übernommen.

Sollte es dennoch zu Forderungsausfällen kommen, werden diese abzüglich einer vereinbarten Selbstbeteiligung vom Versicherer erstattet. Die Forderungsausfall-Versicherung wird für fast jede Branche und jede Firmengröße angeboten.

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