Welche Risiken Unternehmer am meisten fürchten

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(verpd) Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen werden global betrachtet am meisten gefürchtet. Besonders zugenommen hat nach einer aktuellen Studie die Wahrnehmung der Cyber- und IT-Risiken sowie der Risiken durch politische und soziale Unruhen oder Krieg.

Zum vierten Mal hat ein global agierender Versicherer die Risikowahrnehmung aus Sicht von Unternehmen untersucht. Für das „Risk Barometer 2015“ wurden im Oktober und November 2014 über 500 Risikomanager und Experten des Versicherers sowie von globalen Unternehmen aus 47 Ländern befragt.

Weltweit gesehen hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf den ersten vier Plätzen der Risikorangliste nichts geändert. Von den Befragten gaben 46 Prozent an, Betriebs- und Lieferketten-Unterbrechungen sowie 30 Prozent, Naturkatastrophen als größte Gefahr anzusehen.

Betriebs- und Lieferketten-Unterbrechung als größtes Risiko

Feuer und Explosionen (27 Prozent) auf Rang drei haben in der Risikowahrnehmung hingegen zugenommen und liegen nur noch knapp hinter den Naturkatastrophen.

Deutlich zugenommen hat die Furcht vor Cyberkriminalität, IT-Ausfällen, Spionage und Datenmissbrauch (plus fünf Prozentpunkte auf 17 Prozent) sowie vor politischen und sozialen Unruhen oder Krieg (plus sieben Prozentpunkte auf elf Prozent). Damit machten diese beiden Risiken einen Sprung um drei Plätze nach oben auf Rang fünf beziehungsweise um neun Plätze auf Rang neun.

Rechtliche Veränderungen fürchten 18 Prozent, Reputationsrisiken 16 Prozent, Marktstagnation und -rückgang 15 Prozent, verschärften Wettbewerb 13 Prozent und politische oder soziale Unruhen elf Prozent. Neun Prozent sehen Diebstahl, Korruption oder Betrug als hohes Unternehmensrisiko an.

Cybergefahren werden in Deutschland immer relevanter

Zum Teil deutliche Verschiebungen gab es in der deutschen Rangliste. Auf Rang eins liegt hier ebenfalls die Angst vor Betriebs- und Lieferketten-Unterbrechungen (55 Prozent). Vom sechsten auf den zweiten Platz nach oben ging es für die Cyberrisiken, die nahezu jedes dritte deutsche Unternehmen nannte. Das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

Dieses Risiko liegt sogar noch vor der Angst vor Naturkatastrophen (23 Prozent), die in der Risikorankingliste vom zweiten auf den vierten Rang gefallen ist. Rang drei belegt die Befürchtungen vor rechtlichen Veränderungen (28 Prozent).

Auf Platz fünf liegen Reputationsrisiken mit 16 Prozent, gefolgt von der Sorge um einen verschärften Wettbewerb und Marktstagnation oder -rückgang mit jeweils 15 Prozent. Angst vor Feuer und Explosion haben 13 Prozent, genauso viele fürchten sich vor politischen oder sozialen Unruhen in Deutschland.

Für fast jedes Risiko eine Absicherungslösung

Für die meisten Risiken, die eine existenzielle Bedrohung für ein Unternehmen sein können, bietet die Versicherungswirtschaft diverse Absicherungslösungen. Geschäftsversicherungen wie die Inhalts-, Maschinen- und Elektronikversicherung oder auch die Betriebsunterbrechungs-Versicherung ersetzen beispielsweise im Brandfall und bei anderen Katastrophen den entstandenen Schaden.

Zudem können in sogenannten Elementarschaden-Versicherungen, die als Einzelpolice oder als Ergänzung zu einer anderen Geschäftsversicherung angeboten werden, Schäden durch Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmung, Schneedruck und Erdrutsch versichert werden. Auch diverse Absicherungslösungen für mögliche Cyberrisiken wie Hacker- und Spionageangriffe werden mittlerweile angeboten.

Eine Betriebs- und Produkthaftpflicht-Versicherung zahlt nicht nur, wenn ein Dritter durch Mitarbeiter oder Erzeugnisse geschädigt wurde, sondern wehrt auch unberechtigte Forderungen ab. Zudem gibt es noch weitere Lösungen, wie eine Vertrauensschaden-Versicherung, eine Firmen- und Spezial-Strafrechtsschutz-Police, eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung für Manager und eine Forderungsausfall-Versicherung, die unter anderem auch wirtschaftliche Risiken abdecken.

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