Was tun, wenn Telefonieren zum teuren Ärgernis wird?

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Der Blick auf die Telefonrechnung bietet manch böse Überraschung. Tarifdschungel, kostenpflichtige Rufnummern und andere Kostenfallen führen häufig zu teuren Telefonrechnungen. Es wird nicht mehr nur über einen Anbieter telefoniert (z. B. T-Com), sondern verschiedene Call-by-Call-Anbieter genutzt, R-Gespräche angenommen oder Servicenummern gewählt. Dazu kommt das gebührenpflichtige Surfen im Internet.

Damit die Verbraucher nicht den Überblick verlieren, hat der Gesetzgeber jetzt gehandelt.
Nach der am 30.11.2006 vom Bundestag verabschiedeten Neuregelung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) müssen Preisinformationen, beispielsweise für Auskunfts- und Massenverkehrsdienste (z. B. Zuschauergewinnspiele) und Kurzwahl-Dienste wie Logos oder Klingeltöne, ab einem Preis von zwei Euro deutlich sichtbar und gut lesbar präsentiert werden.

Die Preisobergrenze für zeitabhängige Premiumdienste (z. B. 0900-Rufnummern) liegt einheitlich bei drei Euro pro Minute für Anrufe aus dem Fest- bzw. Mobilfunknetz. Neben der Preisobergrenze besteht auch eine Preisansagepflicht. Noch vor Beginn der Entgeltpflichtigkeit ist der Preis auch akustisch anzusagen.

Gleichzeitig muss Ihnen mitgeteilt werden, wann die Gebühren zu laufen beginnen. Fehlt die entsprechende Information oder werden die Preisgrenzen überschritten, können Sie die Zahlung verweigern. Schutz vor Missbrauch bieten darüber hinaus auch Sperrlisten, über die Sie alle 0900-Nummern sperren lassen können. Auch für R-Gespräche gibt es künftig eine zentrale Sperrliste, die bei der Bundesnetzagentur geführt wird. Wer sich auf eine solche Liste setzen lässt, ist dann bei den entsprechenden Anbietern gesperrt. Werden dennoch Gespräche vermittelt, müssen Sie diese nicht mehr bezahlen.

Geldtipp
Schauen Sie sich die Positionen auf der Rechnung genau an und prüfen Sie im Einzelnen, ob sie gerechtfertigt sind oder nicht. Um die einzelnen Rechnungspositionen kontrollieren zu können, brauchen Sie einen ungekürzten Einzelverbindungsnachweis. Unstrittige Rechnungsposten müssen Sie vollständig bezahlen, auch wenn andere Positionen der Rechnung falsch sind. Zahlungsrückstände von mehr als 75 Euro müssen Sie ganz genau begründen, um keine Sperre zu riskieren.

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