Vorsicht vor Finanzberatern in Alten- oder Pflegeheimen

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Wohlhabende Altenheimbewohner geraten immer häufiger an Versicherungsvertreter und Finanzberater, die mehr ihr eigenes Wohl im Sinn haben als das ihrer Kunden.

Die Erben stoßen dann oftmals auf Verträge, die den Interessen des Seniors offenkundig widersprechen. Z.B. entbehrt es jeglicher Vernunft, wenn ein 86-Jähriger kurz vor seinem Tod eine Kapitallebensversicherung mit 14-jähriger Laufzeit und einer Einmaleinzahlung von 100.000 Euro abschließt. Bei solchen Verträgen geht es offensichtlich um die Vermittlungsprovision für den Versicherungsvertreter. Doch die Rückerstattung wegen Falschberatung ist meist nur schwierig durchzusetzen.

Auch bei nicht nachvollziehbaren Barabhebungen von einem Bankkonto sollten die Erben hellhörig werden. Beispielsweise hatte der Leiter einer Bankfiliale fast alle Heimbewohner als Kunden gewonnen und ihnen häufig sogar unaufgefordert Geld mitgebracht. Dabei wäre von den Erben zu prüfen, ob und welche Vollmachten der kontoführenden Bank vorgelegen haben. Achten Sie darauf, wer die einzelnen Auszahlungsbelege unterschrieben hat.

 
Geldtipp
Ergibt sich der Verdacht auf eine Schädigung, schalten Sie einen Rechtsanwalt ein. Ist der Sachverhalt durch ihn nicht aufklärbar, kann der Anwalt Strafanzeige gegen Unbekannt stellen. Falls sich so die Drahtzieher ausfindig machen lassen, leiten Sie weitere Schritte ein.

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