Verkehrssünden werden teurer

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(verpd) Wie bereits in den vergangenen Jahren werden auch 2014 wieder zahlreiche Verkehrsvergehen härter bestraft als zuvor.

Mit der Einführung des neuen Punktesystems für Verkehrsverstöße wird zum 1.5.2014 auch die derzeitige Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV) geändert. Konkret werden nach dem vom Bundesrat getroffenen Beschluss (Drucksache 676/13) viele Verstöße ab dem 1.5.2014 teurer.

Anhebung der Bußgeldsätze

Statt bisher 40 € Bußgeld müssen Autofahrer ab Mai 60 € zahlen, wenn sie ein Mobiltelefon während der Fahrt ohne eine Freisprecheinrichtung benutzen. Das Gleiche gilt, wenn sie ein Rettungsfahrzeug im Einsatz behindern oder ihr liegen gebliebenes Auto nicht vorschriftsmäßig kenntlich machen und dadurch einen anderen gefährden.

Ebenfalls 60 € statt bisher 40 € Strafe kostet es, wenn man mit Sommer- statt mit Winterreifen bei Glätte durch Eis und Schnee oder bei Schneematsch unterwegs ist oder bei Sichtbehinderung durch Regen, Nebel oder Schnee nicht mit Abblendlicht fährt. Ist die fällige TÜV-Untersuchung des Wagens um mehr als vier bis acht Monate überschritten, werden ab Mai 20 € mehr, nämlich 60 € Bußgeld fällig.

Je nach Schwere des Vergehens erhöht sich das Bußgeld von 40 € beziehungsweise 50 € auf 60 € oder 70 €, wenn ein Autofahrer ein oder mehrere mitfahrende Kinder nicht ordnungsgemäß zum Beispiel durch Verwendung eines Kindersitzes sichert. Das Gleiche gilt für Autofahrer, die an einer Haltestelle, an der eine Straßenbahn oder ein Linien- oder Schulbus hält, nicht mit Schrittgeschwindigkeit oder ausreichendem Abstand vorbeifahren oder nicht warten und deswegen einen ein- oder aussteigenden Fahrgast behindern oder gefährden.

Punkte ab 60 € Verwarnungsgeld

Von 50 € auf 70 € steigt das Bußgeld für Vorfahrt- und Rotlichtverstöße sowie für das Missachten von Zeichen oder Halteaufforderungen durch Polizeibeamte. Wer in eine Umweltzone einfährt, ohne über die vorgeschriebene Feinstaubplakette (rot, gelb, grün) zu verfügen, muss mit 80 € statt bisher 40 € Bußgeld rechnen. 100 € statt 50 € kann ein vorgeschriebenes, aber nicht ordnungsgemäß geführtes Fahrtenbuch kosten.

Neben dem höheren Bußgeld müssen Verkehrssünder für Verstöße, die sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit auswirken, weiterhin mit einem Punkteintrag im „Fahreignungsregister“ (bisher Verkehrszentralregister) in Flensburg rechnen. Bisher gibt es bereits Punkte für begangene Ordnungswidrigkeiten, die mit einem Verwarnungsgeld ab 40 € bestraft werden.

Ab 1.5.2014 beträgt die Eintragungsgrenze 60 €. Doch da die Bußgelder zum gleichen Zeitpunkt erhöht werden, ändert sich nur wenig. Ab Inkrafttreten des neuen Punktesystems gibt es je nach Art des Vergehens ein bis maximal drei Punkte – bisher waren es zwischen ein und sieben Punkte. Während bisher der Führerschein ab 18 Punkten entzogen werden kann, ist das ab diesem Mai bereits mit acht Punkten möglich.

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