Tipps zum Kauf eines Gebrauchtwagens

 - 

(verpd) Nicht nur, aber gerade jüngere Fahrer ziehen wegen des Anschaffungspreises ältere Pkws den neueren vor. Dies kann im Unfall fatale Auswirkungen haben, wie eine aktuelle Studie der Unfallforschung der Versicherer (UVD) beweist.

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat bei einer Analyse der Unfalldatenbank (UVB) festgestellt, dass Personen, die in älteren Fahrzeugen verunglücken, häufiger schwere Verletzungen erleiden als in modernen Pkws. Die UVB stellt eine repräsentative Stichprobe der Kraftfahrt-Haftpflichtunfälle in Deutschland dar.

Verletzungsgefahr in älteren Autos viermal so hoch

Die Analysen zeigten, dass ältere Autos mit einem Baujahr vor 1997 bei ähnlichen Unfällen deutlich stärker deformiert werden als jüngere Pkws. Zudem steigt bei alten Fahrzeugen für die Insassen das Risiko, schwere Verletzungen zu erleiden, deutlich an, egal wie alt der Fahrer ist.

In einem Auto, das älter als 16 Jahre ist, ist nach den Analyseergebnissen das Risiko des Fahrers, schwer verletzt zu werden, viermal so groß, wie in einem neueren Fahrzeug. Ein Grund ist sicher, dass Airbags und ESP erst verstärkt nach 1997 zur Standardausstattung gehören.

Der UDV führte Crashtests durch, die den Sicherheitsunterschied zwischen „neuem“ und „altem“ Fahrzeug verdeutlichen: Bei gleichen Testbedingungen wie einer Geschwindigkeit von 60 km/h kollabierte die Fahrgastzelle des Wagens mit dem Baujahr 1997, während die des Pkws, der 2004 gebaut wurde, erhalten blieb. Der Dummy im älteren Wagen war damit deutlich höheren Belastungen ausgesetzt, die in der Realität schwerste oder sogar tödliche Verletzungen bedeuten würden, als beim neueren.

Besonders jüngere Fahrer fahren ältere Autos

Aufgrund der höheren Anschaffungspreise für neuere Autos fahren insbesondere junge Leute mit älteren Pkws. Durchschnittlich waren die Autos unfallverursachender 18- bis 24-Jähriger in der Unfalldatenbank mit 7,5 Jahren eineinhalb Jahre älter als die der übrigen Autofahrer. Überproportional stark vertreten waren bei den jungen Fahrern die Unfälle mit über sieben Jahre alten Fahrzeugen.

Zudem verunglücken junge Fahrer auch häufiger in Kleinwagen. Der Grund: Der Anschaffungspreis hierfür ist niedriger als die eines Mittelklasse- oder Oberklassewagens.

Die Bundesstatistik belegt die hohe Gefahr für Jüngere: Von 1.986 getöteten Pkw-Insassen im Jahr 2011 waren fast 26 Prozent, also 522 tödlich Verunglückte, zwischen 18 und 24 Jahre alt. Und dass, obwohl der Anteil dieser Altersgruppe an der Bevölkerung nur acht Prozent beträgt. Fast 70 Prozent der Getöteten sind männlich.

Der sichere Gebrauchte

Der UDV empfiehlt allen, egal ob junge oder ältere Fahrer, beim Autokauf auf Folgendes zu achten:

  • Prinzipiell sollten am besten Pkws ab Baujahr 2000 gekauft werden, denn erst ab Ende der 90er-Jahre haben sich Verbraucher-Crashtests etabliert, die zu mehr Sicherheit führten.

  • Gebrauchte Autos sollten immer mit Airbags und Elektronischem Stabilitätsprogramm (ESP) ausgestattet sein. Die Webseite www.udv.de/esp zeigt, welche Modelle über ESP verfügen.

  • Sicherheitsgurte vorne und hinten sind nicht nur wegen der bestehenden Gurtpflicht immer und ohne Ausnahme anzulegen.

Der im Internet herunterladbare Flyer „Sichere Autos kaufen“ des UDV gibt weitere Tipps für den Autokauf.

Weitere News zum Thema

  • Wenns ums Erben geht: Arbeitsverhältnis nicht vergessen

    [] Mit dem Tode einer Person (Erbfall) geht deren Vermögen (Erbschaft) als Ganzes auf eine oder mehrere andere Personen (Erben) über. Wer das liest, wird beim Vermögen in erster Linie an Geldanlagen oder Immobilien denken. Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis hat man hierbei nicht im Blick. Zu Unrecht. mehr

  • Wie der Trauschein das Haushaltsbudget entlastet

    [] (verpd) Es gibt neben den emotionalen Gründen auch einige wirtschaftliche Vorteile, die für eine Eheschließung sprechen. Neben den staatlich eingeräumten Vergünstigungen bei der Einkommen-, Schenkungs und Erbschaftsteuer profitieren Ehepaare finanziell auch bei der gesetzlichen Sozialabsicherung sowie bei den privaten Versicherungen. mehr

  • Über 400 Wohnungseinbrüche pro Tag

    [] (verpd) Insgesamt ist die Anzahl der Wohnungseinbrüche im letzten Jahr um fast zehn Prozent gegenüber 2015 gesunken, wie aus der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Dennoch erreichte die Zahl der Delikte in 2016 immer noch den dritthöchsten Wert innerhalb der letzten zehn Jahre. Dass das Einbruchsrisiko nicht überall in Deutschland gleich hoch ist, zeigen die unterschiedlichen Einbruchraten je 100.000 Einwohner der Bundesländer. mehr

  • Wie es um die Zahlungsmoral von Firmenkunden steht

    [] (verpd) Die eher ungewisse politische Entwicklung Europas könnte zahlreiche Unternehmensinsolvenzen auslösen. Das geht aus dem kürzlich erschienenen Zahlungsmoralbarometer eines Kreditversicherers hervor. Erfreulich ist jedoch, dass aktuell trotz häufigem Zahlungsverzug nur ein Bruchteil aller gestellten Rechnungen nicht beglichen wird. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.