Teure Brille im Handgepäck mitnehmen

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Wertgegenstände sollte man auf Reisen immer im Blick haben. Gibt man sie aus der Hand, sollten sie wenigstens versichert sein.

Ein Flugreisender hatte eine Brille im Wert von über 1000 Euro im Reisegepäck aufgegeben. Am Urlaubsort angekommen, stellte er fest, dass die Brille weg war. Er verlangte Schadensersatz von der Fluggesellschaft. Diese verwies auf ihre Allgemeinen Beförderungsbedingungen. Darin wird empfohlen, Wertgegenstände im Handgepäck zu befördern. Der Reisende entgegnete, im Handgepäck sei kein Platz mehr gewesen.

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg gab der Airline recht (Az. 216 C 141/09). Sie muss für den Schaden nicht aufkommen. Den Fluggast trifft ein Mitverschulden im Verlustfall von 100 Prozent, weil er einen Wertgegenstand entgegen der Empfehlung nicht im persönlichen Gewahrsam mitgeführt hat.

Um sie im aufgegebenen Reisegepäck befördern zu lassen, hätte er sie extra versichern müssen.

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