So werden Sie Tagesmutter

 - 

Die Tätigkeit als Tagesmutter kann durchaus einträglich sein. Sie dürfen bis zu fünf Kinder gleichzeitig betreuten.

Für jedes Kind bekommen Sie vom örtlichen Jugendamt 3,70 bis 5,50 € pro Stunde. Bei fünf Kindern, die Sie montags bis freitags jeweils vier Stunden betreuen, erhalten Sie also zwischen 1.500 und 2.200 € im Monat.

Außerdem bekommen Sie die Hälfte Ihrer Sozialversicherungsbeiträge vom Jugendamt erstattet. Von den Eltern können Sie eine private Zuzahlung von etwa 1,50 bis 2,50 € pro Stunde verlangen.

Bevor Sie als Tagesmutter mehr als 15 Stunden wöchentlich gegen Geld ein Kind oder mehrere Kinder länger als drei Monate betreuen dürfen, müssen Sie ein ausführliches Eignungsgespräch mit dem Jugendamt führen. Dabei müssen Sie erklären, warum Sie diesen Beruf ausüben möchten und ob Sie schon ausreichend Erfahrung im Umgang mit Kindern haben. Sie müssen folgende Unterlagen abgeben.

Das müssen Sie dem Jugendamt vorlegen:

  • Ein erweitertes Führungszeugnis aller Personen, die bei Ihnen im Haushalt leben und mindestens 18 Jahre alt sind;

  • die Bestätigung der Teilnahme an einem Kurs "Erste Hilfe bei Babys";

  • die Bestätigung der Teilnahme an einem 160-Stunden-Kurs "Qualifizierte Tagespflegeperson" (Kosten: etwa 800 €, die vom Jugendamt bezuschusst werden);

  • eine private Unfallversicherung, eine private Haftpflichtversicherung und die berufsgenossenschaftliche Unfallversicherung kosten etwa 90 € im Jahr und wird vom Amt erstattet;

  • Einige Kommunen verlangen eine Erklärung vom Hausarzt, dass Sie seelisch und körperlich stabil sind.

Danach erfolgt ein Hausbesuch des Jugendamts bei Ihnen und eine kinderpädagogische Ausbildung.

Schließlich erhalten Sie vom Jugendamt eine Pflegeerlaubnis, die alle fünf Jahre zu erneuern ist, und werden auf Wunsch in das lokale bzw. regionale Vermittlungsverzeichnis aufgenommen.

Weitere Geldtipps-News zum Thema "Kindertagespflege"

Weitere News zum Thema

  • Wenn das Weihnachtsgeld halbiert werden soll

    [] (verpd) Wird ein Weihnachtsgeld vereinbarungsgemäß in zwei gleich hohen Raten gezahlt, so kann die kommentarlose Zahlung der ersten Rate einen Arbeitgeber dazu verpflichten, auch die zweite Rate fristgerecht auszuzahlen. Das gilt selbst dann, wenn die Zahlung im Arbeitsvertrag als freiwillige Leistung deklariert wurde, so das Landesarbeitsgericht Hamburg in einem veröffentlichten Urteil (Az. 8 Sa 43/15). mehr

  • Ärger wegen Vorgaben zur Sauberkeit am Arbeitsplatz

    [] (verpd) Will ein Arbeitgeber eine bestimmte Ordnung an den Arbeitsplätzen des Betriebes durchsetzen, so muss er unter bestimmten Voraussetzungen den Betriebsrat um Zustimmung bitten. Das hat das Arbeitsgericht Würzburg entschieden (Az. 12 BV 25/15). mehr

  • So lassen sich finanzielle Schwierigkeiten vermeiden

    [] (verpd) Wer mit seinem Vermögen und monatlichen Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards seine Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen nicht begleichen kann, der gilt als überschuldet. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie man in guten Zeiten dafür vorsorgen kann, damit die Finanzen in Krisensituationen nicht außer Kontrolle geraten. mehr

  • Rechte und Pflichten im Praktikum

    [] (verpd) Ein Praktikum kann bei der Suche nach dem passenden Beruf hilfreich sein. In manchen Schulen und Studiengängen gibt es aber auch Pflichtpraktika, damit Schüler oder Studenten neben der Theorie auch praktische Kenntnisse erwerben. Was Arbeitgeber und angehende Praktikanten über dieses besondere Arbeitsverhältnis wissen sollten, zeigen diverse Broschüren und Webportale von offiziellen Institutionen. mehr

  • Vorkehrung für den Katastrophenfall

    [] (verpd) Überschwemmung, Erdbeben, Terroranschlag – es gibt zahlreiche Katastrophen, die auf einen Schlag ein alltägliches Leben über mehrere Tage oder Wochen unmöglich machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt an Hand einer Broschüre und einer Checkliste, wie Bürger für solche Notlagen vorsorgen sollten, zum Beispiel welche Vorräte sinnvoll sind. Zudem wird erklärt, wie sich der Einzelne im Notfall zu verhalten hat. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.