So sparen Sie beim Heizölkauf

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Das teure Rohöl sorgt nicht nur an den Tankstellen für steigende Preise. Auch die Heizölpreise haben wieder ein für die Verbraucher schmerzhaftes Preisniveau erreicht.

Unter anderem wegen der Unruhen in Ägypten ist der Rohölpreis seit Juni um gut 10 % gestiegen. Das hat – wenn auch abgeschwächt – den Preis für Heizöl um etwa 4 Cent je Liter in die Höhe getrieben. Der Preis für Heizöl lag bei einer Bestellmenge von 3000 Litern je nach Region im September 2013 zwischen 84 und 88 Cent je Liter. In Hafennähe, etwa in Hamburg, sind Bestellungen oft relativ günstig, in Süddeutschland wegen der längeren Transportwege dagegen relativ teuer.

Wer einen fast leeren Öltank im Keller hat und diesen jetzt dringend für die kommende Heizsaison auffüllen muss, kann sich momentan wenig Hoffnung auf sinkende Ölpreise machen. Denn der Konflikt in Syrien schafft wenig Aussicht auf Entspannung beim Ölpreis. Angesichts der hohen Kosten überlegen viele Verbraucher, wann wohl der beste Zeitpunkt ist, um den Tank zu füllen. Auf den ersten Blick scheint es am logischsten, dass die Bestellung im Sommer am günstigsten sein müsse, weil dann wegen des geringen Heizbedarfs weniger Nachfrage vorhanden sein sollte.

Untersuchungen zeigen jedoch ein anderes Bild. Wenn die Jahreszeiten überhaupt eine Rolle spielen, dann ist es eher ungünstig, den Tankwagen im Sommer kommen zu lassen. Legt man die Preise der vergangenen zehn Jahre zugrunde, dann war die Bestellung von Heizöl in den Monaten Juni bis November überdurchschnittlich teuer. Der günstigste Zeitpunkt zum Auffüllen der Tanks waren die Wintermonate Dezember, Januar und Februar. Der Abstand zwischen dem im Durchschnitt günstigsten Monat (Januar) und dem ungünstigsten (Juli) machte in den vergangenen zehn Jahren immerhin fast 300,00 € bei einer Bestellmenge von 3000 Litern Heizöl aus.

Einen optisch sehr gelungenen Vergleich der aktuellen Heizölpreise mit den Werten der letzten Jahre finden Sie im Internet auf der Seite von tecson.de.

Mit Heizölsammelbestellungen Geld sparen

Gleichwohl raten die meisten Fachleute von einer Spekulation auf den Heizölpreis ab. Da die neueren Tanks meist nur noch 3000 Liter fassen, haben die Verbraucher ohnehin wenig Spielraum. Zumal kleinere Bestellungen den Preis je Liter in die Höhe treiben. Das schränkt die Spekulationsmöglichkeiten ein. Sinnvoller kann es dagegen sein, sich mit Freunden und Nachbarn zusammenzuschließen, um gemeinsam Heizöl zu bestellen. So können über höhere Abnahmemengen/günstigere Anfahrtswege oft die Preise gedrückt werden.

Am einfachsten finden Sie über das Internet Einkaufsgemeinschaften für Heizöl, etwa über heizoelpool.de oder heizoelboerse.de. Dort können Sie online abfragen, ob es weitere Käufer in Ihrer Wohnregion gibt. Wenn ja, sucht der Anbieter für alle nach einem günstigen Händler. Rabattchancen beim Heizölkauf: bis zu 5 % je nach Menge und Anfahrtsweg. Achten Sie bei einer Sammelbestellung auf die Entfernung zwischen den verschiedenen Lieferorten. Der Lieferaufwand ist geringer und damit der finanzielle Vorteil größer, wenn die Orte dicht zusammenliegen. Juristisch sollte die Sammelbestellung eine Einzelbestellung bleiben. Jeder Abnehmer sollte für seine Bestellung und damit auch für die Bezahlung verantwortlich sein. Ansonsten kann es passieren, dass der Lieferant sich mit seiner Geldforderung an alle Besteller wendet, wenn einer die Rechnung nicht bezahlt.

Weitere Tipps zum Geldsparen beim Heizölkauf

Pro Abladestelle muss der Käufer häufig einen Gefahrengutzuschlag zahlen. Je nach Lieferant macht das Extra-Kosten zwischen 12,00 € und 22,00 € aus.

Auf die Berechnung eines Gefahrengutzuschlags achtet kaum jemand. Ein Fehler! Denn es gibt viele Händler, die inzwischen darauf verzichten. Statt beim Ölpreis um die zweite Stelle hinterm Komma zu feilschen, ist es oft sinnvoller, auf Händler auszuweichen, die auf die Berechnung eines Gefahrengutzuschlags verzichten.

Leider gibt es unter den Heizölhändlern auch schwarze Schafe, die bei der Anlieferung gerne tricksen.

Überprüfen Sie bei der Anlieferung, dass das Zählwerk auf null steht. An der Messanlage muss unbedingt ein aktuelles Siegel der Eichbehörde zu finden sein. Doch selbst dann droht noch Betrug. Deswegen sollten Sie unbedingt das obere Schauglas des Gasmessverhüters kontrollieren. Vor und während der Ölabgabe muss dieser mit Öl gefüllt sein. Ist hingegen kein Öl zu sehen, muss der Zähler stehen bleiben. Sonst landet gemeinsam mit dem Öl zu viel Luft im Tank.

Ist der Heizöltank endlich gefüllt, sollten Sie noch den Lieferschein überprüfen.

Achten Sie beim Lieferschein darauf, dass die Heizölmenge auf 15 Grad Bezugstemperatur umgerechnet ist. Oft kommt das Öl noch warm aus der Raffinerie. Doch kühlt das Öl ab, schrumpft die Menge und weniger Öl als gedacht landet im Tank. Zum Ausgleich sollten Sie daher bei warmem Heizöl eine größere Liefermenge erhalten. Nur dann haben Sie, nachdem sich das Öl abgekühlt hat, auch die tatsächlich bestellte und vor allem auch bezahlte Menge erhalten.

Quelle: Der GeldBerater, August 2013

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