So lassen sich finanzielle Schwierigkeiten vermeiden

 - 

(verpd) Wer mit seinem Vermögen und monatlichen Einkommen über einen längeren Zeitraum trotz Reduzierung des Lebensstandards seine Lebenshaltungskosten und finanziellen Verpflichtungen nicht begleichen kann, der gilt als überschuldet. Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie man in guten Zeiten dafür vorsorgen kann, damit die Finanzen in Krisensituationen nicht außer Kontrolle geraten.

Nach dem Schuldneratlas der Wirtschaftsauskunftei Creditreform waren letztes Jahr rund 10,06 Prozent aller Erwachsenen, das sind 6,85 Millionen Bürger, überschuldet, das heißt, deren Gesamtausgaben sind auf längere Sicht höher als ihre Einnahmen und ihr Vermögen. 2015 waren es noch 9,92 Prozent beziehungsweise über 130.000 Fälle weniger.

Rund 617.000 Betroffene suchten 2016 Hilfe bei einer der rund 1.400 Schuldnerberatungs-Stellen in Deutschland, wie die Statistik zur Überschuldung privater Personen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigt. Die Angaben der Personen, die zur Ursache ihrer Zahlungsschwierigkeiten Auskunft gaben, belegen, dass häufig ganz konkrete Ereignisse zu langfristigen Zahlungsschwierigkeiten führen.

Die optimale Immobilienfinanzierung Detaillierte Checklisten, umfangreiche Finanzierungskonzepte und leicht verständliche Beispielrechnungen sorgen dafür, dass Sie mit Ihren Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln können.

Die Hauptgründe für eine Überschuldung

Jeder fünfte Betroffene (21 Prozent) kam wegen des Verlustes des Arbeitsplatzes in finanzielle Schwierigkeiten. Bei 15 Prozent waren eine Erkrankung oder ein Unfall und bei 13 Prozent der Tod des Ehepartners oder eine Trennung beziehungsweise eine Scheidung die Ursache.

Weitere Hauptgründe waren eine unwirtschaftliche Haushaltsführung (elf Prozent), eine gescheiterte Selbstständigkeit (acht Prozent) oder auch ein längerfristiges Niedrigeinkommen (sechs Prozent).

Wie Sie trotz Niedrigzinsen und Inflation Ihr Geld vermehren können, erläutern Finanzexperten in unserem geldwerten Ratgeber Niedrigzinsen und Inflation: So retten Sie Ihre Ersparnisse.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Um finanziellen Schwierigkeiten vorzubeugen, ist es sinnvoll, die größten Risiken, die zu Zahlungsschwierigkeiten führen können, bereits im Voraus abzusichern. Dabei gilt, je früher desto besser, denn zum einen sind gewisse Absicherungen in jungen Jahren um einiges günstiger, zum anderen weiß man nie, wann eine solche Situation eintrifft.

Das Risiko einer Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit ist beispielsweise oftmals zu wenig oder gar nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt. Um im Fall des Falles nicht auch noch finanziell unter Druck zu geraten, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit einer privaten Erwerbs- oder auch Berufsunfähigkeits-Versicherung abzusichern.

Alles Wissenwerte zur gesetzlichen Rente einschließlich aller Neuerungen zum 1.7.2017 erfahren Sie in unserem aktualisierten Dossier Der kleine Rentenratgeber.

Absicherung der Angehörigen

Damit auch nach dem Tod des (Ehe-)Partners die Hinterbliebenen wie Partner und/oder Kinder finanziell abgesichert sind, empfiehlt sich eine Risiko- oder auch Kapitallebens-Versicherung. Sie zahlt an die Hinterbliebenen beziehungsweise an die im Vertrag festgelegte Person im Todesfall die vereinbarte Versicherungssumme. Neben dem Todesfallschutz bietet eine Kapitallebens-Versicherung auch noch die Möglichkeit, sich ein Finanzpolster zuzulegen.

Eine gegenseitige Absicherung für Paare, aber auch Geschäftspartner wie zwei Inhaber einer Firma bietet eine Risikolebens-Versicherung auf Gegenseitigkeit. Bei einer solchen Police werden beide Partner als versicherte Person eingetragen. Stirbt ein Partner, erhält der andere die vereinbarte Leistung und kann dieses Geld für den Lebensunterhalt oder beispielsweise bei Firmenpartnern auch für die Auszahlung von Angehörigen verwenden.

Wertvolle Expertentipps zu allen Formen der staatlich geförderten Altersvorsorge erhalten Sie in unserem umfassenden Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Finanzieller Schutz für das gekaufte oder gebaute Haus

Wer einen größeren Kredit aufnimmt, zum Beispiel für eine Baufinanzierung, sollte darauf achten, dass die Finanzierung auch für den Fall einer Berufs- oder Arbeitsunfähigkeit, einer Arbeitslosigkeit oder im Todesfall abgesichert ist. Möglich ist dies mithilfe einer sogenannten Restschuld- oder Restkreditversicherung. Je nach Vertragsvereinbarung übernimmt eine solche Police bei Tod, Krankheit, Arbeitsunfähigkeit und/oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers die ausstehende Restschuld und/oder zahlt vorübergehend die anfallenden Kreditraten weiter.

Es gibt aber auch noch diverse andere Möglichkeiten, teils sogar mit staatlicher Unterstützung, Geld für unvorhergesehene Ereignisse, für bestimmte Ziele oder auch für das Alter anzusparen. Ein Beratungsgespräch mit einem Versicherungsfachmann hilft bei der Suche nach der individuell passenden Vorsorgelösung.

Aktuelle Tipps zum flexiblen Renteneintritt geben Experten in unserem praxisorientierten Ratgeber Die Flexi-Rente: Neue Chancen für Rentenversicherte und Rentner.

Weitere News zum Thema

  • Wenn das Weihnachtsgeld halbiert werden soll

    [] (verpd) Wird ein Weihnachtsgeld vereinbarungsgemäß in zwei gleich hohen Raten gezahlt, so kann die kommentarlose Zahlung der ersten Rate einen Arbeitgeber dazu verpflichten, auch die zweite Rate fristgerecht auszuzahlen. Das gilt selbst dann, wenn die Zahlung im Arbeitsvertrag als freiwillige Leistung deklariert wurde, so das Landesarbeitsgericht Hamburg in einem veröffentlichten Urteil (Az. 8 Sa 43/15). mehr

  • Ärger wegen Vorgaben zur Sauberkeit am Arbeitsplatz

    [] (verpd) Will ein Arbeitgeber eine bestimmte Ordnung an den Arbeitsplätzen des Betriebes durchsetzen, so muss er unter bestimmten Voraussetzungen den Betriebsrat um Zustimmung bitten. Das hat das Arbeitsgericht Würzburg entschieden (Az. 12 BV 25/15). mehr

  • Rechte und Pflichten im Praktikum

    [] (verpd) Ein Praktikum kann bei der Suche nach dem passenden Beruf hilfreich sein. In manchen Schulen und Studiengängen gibt es aber auch Pflichtpraktika, damit Schüler oder Studenten neben der Theorie auch praktische Kenntnisse erwerben. Was Arbeitgeber und angehende Praktikanten über dieses besondere Arbeitsverhältnis wissen sollten, zeigen diverse Broschüren und Webportale von offiziellen Institutionen. mehr

  • Vorkehrung für den Katastrophenfall

    [] (verpd) Überschwemmung, Erdbeben, Terroranschlag – es gibt zahlreiche Katastrophen, die auf einen Schlag ein alltägliches Leben über mehrere Tage oder Wochen unmöglich machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zeigt an Hand einer Broschüre und einer Checkliste, wie Bürger für solche Notlagen vorsorgen sollten, zum Beispiel welche Vorräte sinnvoll sind. Zudem wird erklärt, wie sich der Einzelne im Notfall zu verhalten hat. mehr

  • Die Steuer bei Erbschaft oder Schenkung

    [] (verpd) Gesetzliche Vorschriften regeln, wann und wie hoch vererbte oder verschenkte Vermögenswerte wie ein Haus, eine Geldsumme oder auch ein Unternehmen vom Erben oder Beschenkten zu versteuern sind. Es gibt aber auch einige Möglichkeiten, wie Erblasser und Schenker die finanzielle Belastung für den Erben oder Beschenkten im Vornherein reduzieren können. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.