So haben Langfinger keine Chance

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(verpd) Jedes Jahr gehen alleine in Deutschland rund 120.000 Anzeigen wegen Taschendiebstahl bei der Polizei ein. Dabei sind hier nach Angaben der Polizei nur der Diebstahl aus am Körper getragenen Taschen wie Bekleidungs- oder Handtaschen aufgelistet.

Neben dem Diebstahl aus Autos, dem Fahrraddiebstahl und den Sachbeschädigungen an Autos gehört der Taschendiebstahl damit zu einem der häufigsten Delikte hierzulande. Doch es gibt einige Maßnahmen, wie man das Risiko Opfer eines Langfingers zu werden, minimieren kann.

Laut Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes nutzen die Diebe insbesondere das Gedränge bei Festen, Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln, um zuzuschlagen. Alleine 2012 entstand dabei ein Schaden von 32,3 Millionen Euro. Da die Tat von den Opfern häufig nicht gleich bemerkt wird, blieben die meisten Taschendiebstahlsfälle unaufgeklärt. Die Aufklärungsquote lag 2012 gerade einmal bei 5,3 Prozent. Zudem sind Taschendiebe häufig professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa tätig sind.

Nach Polizeiangaben liegen die zeitlichen Schwerpunkte im Bereich der öffentlichen Nahverkehrsmittel überwiegend in der abendlichen Rushhour und bei den Fernverkehrsmitteln, also beispielsweise auf Bahnhöfen und Flugzeugen, aber auch in Zügen in der Urlaubs- oder Hauptreisezeit. In den Einkaufszentren sind Langfinger besonders in den Stunden vor dem Ladenschluss sowie während des Sommer- oder Winterschlussverkaufs und in der Vorweihnachtszeit aktiv.

Diebe bevorzugen Menschenmengen

Prinzipiell haben es Gauner in einer Menschenmenge leichter, unbemerkt an Geldbörsen, Handys und Schmuck zu kommen. Die Polizei rät daher den Besuchern eines großen Events, aber auch von viel frequentierten öffentlichen Verkehrsmitteln, Kaufhäusern und Einkaufszentren, möglichst wenige Wertgegenstände wie Schmuck mitzunehmen.

Geld, Kredit- und Zahlungskarten und Handys sollten möglichst getrennt und immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper beispielsweise in einem Brustbeutel, in einer Gürteltasche oder in einer am Gürtel angekettete Geldbörse getragen werden. Wichtig ist es, die Taschen dabei mit der Verschlussseite zum Körper zu tragen. Hand- und Umhängetaschen sollten immer verschlossen auf der Körpervorderseite getragen oder unter den Arm geklemmt werden. Werden Rucksäcke mitgeführt, sollten diese ebenfalls stets geschlossen sein.

Geldbörsen sollten nie oben in die Einkaufstasche, in den Einkaufskorb oder in den Einkaufswagen gelegt werden, sondern möglichst körpernah mitgeführt sein. Wer seine Handtasche im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden, selbst bei der Anprobe von Kleidung, an eine Stuhllehne hängt oder irgendwo abstellt, wo sie unbeaufsichtigt ist, macht es Dieben besonders leicht.

Weitere Sicherheitstipps

Wer mit der Kredit- oder Geldkarte bezahlt, sollte unbedingt darauf achten, dass keiner bei der Pin-Eingabe die eingetippten Zahlen erkennen kann. Zudem sollte stets geprüft werden, dass der Verkäufer einem die eigene Karte zurückgegeben hat, da bereits viele Kriminelle so in den Besitz von Geldkarten gekommen sind und dann das jeweilige Konto geplündert haben.

Weitere Ratschläge zur eigenen Sicherheit gibt es online bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes zum Thema Taschen- und Trickdiebstahl. Weitere Tipps stehen in diversen kostenlos herunterladbaren Broschüren der Polizei.

Zu nennen sind hier beispielsweise folgende Flyer: „Vorsicht! Karten-Tricks!“ zum Thema Zahlungskartenbetrug, „Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?“ zum Thema Fahrraddiebstahl, „Bremsen Sie Diebe rechtzeitig aus!“ für den Schutz rund ums Kraftfahrzeug sowie die zwei Broschüren „Langfinger machen niemals Urlaub“ und „Schlauer gegen Klauer!“ im Bereich Diebstahlschutz. Weitere Tipps und Informationen gibt es auf den Internetseiten der Polizei.

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