Sieben Regeln für einen sicheren Onlineeinkauf

Sieben Regeln für einen sicheren Onlineeinkauf

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(verpd) Das Einkaufen im Internet ist beliebt wie nie: Laut einer Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) kaufen 98 Prozent aller Internetnutzer auch online ein. Onlineshopping ist heute genauso normal wie der Gang ins Geschäft. Allerdings sind auch die Gefahren, die es beim Onlineshopping gibt, vielfältig. Es gibt daher ein paar Tipps, die jeder Einzelne für eine möglichst risikolose Internetnutzung berücksichtigen sollte.

Es gibt zahlreiche Bedrohungen im Internet: Viren, Würmer, Trojaner, Phishing, Abo-Fallen und gefälschte Onlineshops sind nur einige der gängigen Betrugsmethoden. Um sich hiervor zu schützen, empfehlen Internetexperten alle Sicherheits-Updates des verwendeten Betriebssystems und der eingesetzten Software regelmäßig einzuspielen.

Ein Virenschutzprogramm sowie eine Firewall sollten mittlerweile eine Selbstverständlichkeit sein, denn werden Daten und Passwörter ausgespäht, Konten geplündert oder andere Informationen mitgelesen, verändert oder gelöscht, ist der Ärger groß. Welche allgemeinen Bedrohungen es im Internet gibt und wie man sich sinnvollerweise schützt, fasst unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf einer Webseite zusammen.

Onlineshopping – aber sicher

Wer online einkauft, sollte außerdem die sogenannten sieben Regeln kennen. Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame Zusammenstellung von Tipps der Polizei, der Verkaufsplattform Ebay und des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels e.V. (bvh), die im Webportal www.kaufenmitverstand.de veröffentlicht sind.

  • Grundsätzlich sollten ausschließlich sichere Passwörter verwendet und diese nicht an Dritte weitergegeben werden. Sicher ist ein Passwort ab mindestens acht Zeichen, wobei nicht nur Buchstaben, sondern auch Ziffern und Sonderzeichen verwendet werden sollen, ebenso wie die Groß- und Kleinschreibung. Das Passwort sollte keinesfalls ein Wort sein.

  • Die Übertragung von wichtigen Daten, wie Benutzername und Passwort, muss verschlüsselt erfolgen. Zu erkennen ist das am Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers. Zudem zeigen viele Browser ein kleines Schloss als Symbol an, wenn eine verschlüsselte Übertragung erfolgt.

  • Vor einem Kauf sollte die Seriosität des Anbieters überprüft werden. Dazu sind die Identität (Name und Anschrift) des Anbieters sowie die rechtlichen Hinweise des Onlineshops in Bezug auf die Garantie und das Rückgaberecht zu kontrollieren. Hilfreich sind außerdem die Meinungen von anderen Internet-Usern zu einem Anbieter in den entsprechenden Bewertungsportalen.

  • Bevor man sich für ein Produkt entscheidet, ist es wichtig, die Artikelbeschreibung und die Versand- und Lieferbedingungen genau durchzulesen. Unklarheiten sollte man vor dem Kauf mit dem Anbieter klären.

  • Prinzipiell ist eine sichere Bezahlmethode auszuwählen. Dazu gehört die Bezahlung per Rechnung, Bankeinzug oder Kreditkarte. Manche Onlinezahlsysteme, wie zum Beispiel Paypal, gelten ebenfalls als sicher.

  • Bei gewerblichen Verkäufern haben Verbraucher ein Widerrufs- oder Rückgaberecht, das heißt man kann innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der online gekauften Ware diese an den Händler zurücksenden und den Kaufvertrag widerrufen. Ausgenommen hiervon sind unter anderem entsiegelte CDs und DVDs mit Software, Audio- oder Videodateien, Zeitungen und Zeitschriften, schnell verderbliche Produkte sowie nach Kundenwunsch individuell gefertigte Waren wie zum Beispiel eine mit dem Urlaubsfoto bedruckte Tasse.

  • Vorsicht ist auch nach einem Kauf geboten: Man sollte keine vertraulichen Daten wie Passwörter oder Kreditkarten-Informationen über einen Link oder in ein Formular eingeben, die per E-Mail zugesandt wurden. Das ist eine gängige Methode, um Kontozugangsdaten auszuspähen.

Weitere Tipps gegen Cyberkriminelle

Weitere Ratschläge, wie man das Internet möglichst risikolos nutzt, gibt es online bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes unter www.polizei-beratung.de und bei Deutschland-sicher-im-Netz e.V. unter www.sicher-im-netz.de.

Übrigens: Privatpersonen können unter anderem in manchen Hausrat- oder Rechtsschutz-Versicherungsverträgen teils gegen Aufpreis sowie in speziellen Cyberpolicen bestimmte Schäden absichern, die durch einen Betrug und/oder Datendiebstahl im Internet entstanden sind.

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