Schimmelpilz beseitigen und dauerhaft vorbeugen

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In einer bundesweiten Studie kommt die Friedrich-Schiller-Universität Jena zu dem Ergebnis, dass mehr als drei Millionen Häuser und Wohnungen in Deutschland von Schimmelpilz befallen sind.

Dadurch kann es zu gesundheitlichen Problemen wie Atemwegserkrankungen und Allergien kommen. Doch häufig wird die Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilze unterschätzt, denn nicht zwangsläufig bewirken alle Schimmelpilzarten Bronchialasthma und Infektionskrankheiten.

Am häufigsten treten Schimmelpilze im Bad und in der Küche auf, aber auch im Wohn- oder Schlafzimmer nisten sich die unerwünschten Schmarotzer gern ein. Dunkle Flecken an Wänden und Decken sind ein Zeichen dafür, dass man schnell etwas unternehmen sollte.

Um Schimmelpilz effektiv beseitigen zu können, muss man wissen, wodurch er entstand. Oft liegt es an einer erhöhten Dämmung des Wohnraums. Dadurch kann zwar Energie gespart werden, doch das geschieht häufig zum Nachteil der Lüftung. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit in den Wohnräumen ansammelt und somit einen optimalen Nährboden für Schimmelpilze schafft.

Selbst wenn der Schimmelpilz bereits sichtbar ist, lässt er sich mit entsprechenden chlorhaltigen Chemikalien noch bekämpfen. Noch besser ist es jedoch, sich der Gefahr durch mögliche Schimmelpilz-Infektionen erst gar nicht auszusetzen und durch entsprechende Maßnahmen vorzubeugen.

Schimmelpilz entsteht, wenn der Luftaustausch nicht ideal ist. Weil die Luft in Innenräumen in der Regel wärmer ist, nimmt sie mehr Wasser als die Außenluft auf. Kann die feuchte Luft nicht entweichen, kondensiert sie an den Wänden. Und in einer feucht-warmen Umgebung fühlen sich Schimmelpilze besonders wohl.

Kritische Bereiche sind vor allem Fensterstürze, Raumecken, Außenwände und die Rückseite von Schränken. Auch das Schlafzimmer ist in der Regel relativ kühl, sodass sich dort schnell der Wasserdampf aus Küche oder Bad sammelt und kondensiert.

Um dem Schimmel keine Chance zu geben, sollte man regelmäßig Lüften, und zwar mindestens drei Minten pro Stunde bei weit geöffneten Fenstern (Fensterkippen reicht nicht). Das gilt besonders für Wohnungen, die nachträglich wärmegedämmt wurden. Denn nach der Isolierung kann die feuchte Innenluft nicht mehr wie vorher durch das Mauerwerk nach außen dringen.

Schadhaftes Mauerwerk oder Decken, durch die Wasser von außen eindringt, sind meist dauerhaft feucht und so ein idealer Nährboden für Schimmelpilze. Dann hilft auch regelmäßiges Lüften nichts, sondern nur noch eine grundlegende Trockenlegung.

Wer den Verdacht hegt, dass seine Räumlichkeiten an verborgenen Stellen von Schimmelpilz befallen sind, sollte den Rat eines Fachmanns einholen. Sie nehmen bei einem Verdacht Raumluftmessungen vor.

Auch wer selbst einen Schimmelbefall entdeckt, sollte bei der Beseitigung auf das Wissen von Fachleuten setzen. Wichtig ist, dass die Ursache des Schimmelpilzbefalls identifiziert wird. Erst danach sollte man handeln.

Der Pilz ist meist hartnäckig. Wird er nicht richtig bekämpft, kommt er immer wieder. Häufig reicht es nicht aus, den Schimmelbefall nur oberflächlich zu behandeln, denn die Fäden des Schädlings verhaken sich so fest in den Wänden, dass man ihn nicht einfach wegwischen kann. Selbst abgestorbene Mikroorganismen bergen noch eine Gefahr für die Gesundheit. Manchmal hilft nur noch, die Tapeten zu entfernen, neuen Tiefengrund aufzutragen und neu zu tapezieren.

Wenn Sie immer wieder Probleme mit Schimmel haben, können Sie über dem Heizkörper im Schlafzimmer eine Öffnung für die Außenluft einbauen. Im Badezimmer sorgt am besten ein Absaugventilator für den idealen Luftaustausch.

Beide Maßnahmen funktionieren allerdings nur, wenn die Zimmertüren immer einen Spalt geöffnet bleiben. Zudem sollte die Heizung nicht ganz abgedreht werden, wenn man nicht zu Hause ist. Das verhindert die Auskühlung der Hauswände.

Hilfreiche Informationen für Mieter und Vermieter zum Thema Schimmel finden Sie unter www.schimmelpilz-anwalt.de.

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