Risikolos durch sonnige Tage

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(verpd) Jedes Jahr erkranken nach den Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP) bundesweit 224.000 Menschen an Hautkrebs. 26.000 davon an dem besonders gefährlichen malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). Wer sich umsichtig in der Sonne verhält und künstliche UV-Strahlung aus Solarien meidet, kann nach Expertenmeinung jedoch sein individuelles Hautkrebsrisiko senken.

Nach Angaben der Deutschen Krebshilfe e.V. erkrankt in Deutschland etwa jeder Achte bis zum 75. Lebensjahr an Hautkrebs – Tendenz ist steigend. „UV-Strahlung aus Sonne und Solarien ist der höchste Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. 2009 wurde die UV-Strahlung deshalb von der Weltgesundheits-Organisation als krebserregend eingestuft“, betont Professor Dr. Eckhard Breitbart, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP).

Jeder Sonnenbrand erhöht laut Gesundheitsexperten das Hautkrebsrisiko. Daher ist ein umfassender Sonnenschutz wichtig. „Genießen Sie die wohltuende Sonne, aber verzichten Sie nicht auf einen ausreichenden UV-Schutz“, rät Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Experten empfehlen deshalb, sich in der Sonne nicht aus-, sondern anzuziehen, die pralle Sonne zu meiden und besser im Schatten zu bleiben.

Von der Siesta bis zur Kleidung

In den südlichen Ländern sollten die Urlauber die Einheimischen als Vorbild nehmen und zwischen elf und 15 Uhr lieber Siesta halten und sich überhaupt nicht der Sonne aussetzen. Auch die richtige Kleidung sorgt für einen guten Sonnenschutz.

Sinnvoll sind Kopfschutz, T-Shirt oder Hemd sowie Bermudas aus leichtem, sonnendichtem Gewebe. Der ADP rät zudem, beim Baden ein T-Shirt zu tragen. Vorteilhaft sind auch Schuhe, die den Fußrücken bedecken, sowie eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter und möglichst geschlossenen Seiten.

Das richtige Sonnenschutzmittel

Alle Körperstellen, die nicht bedeckt sind, sollten mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden. Dabei sollte der Lichtschutzfaktor mindestens 20 betragen und Schutz gegen UV-A- und UV-B-Strahlung gewährleisten. Beim Baden sollte das Sonnenschutzmittel zudem wasserfest sein. Die Sonnencreme sollte 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen und mehrmals täglich erneuert werden.

Professor Dr. Breitbart erklärt: „UV-Strahlen verursachen Genschäden in der Haut, auch wenn kein Sonnenbrand entsteht. Daher sollten Sonnencremes nicht dazu genutzt werden, den Aufenthalt in der Sonne auszudehnen.“

Die Gefahr der künstlichen Bräune

Die ADP und die Deutsche Krebshilfe warnen zudem davor, sich mit Solarien vorzubräunen. Denn die Strahlungsintensität in Solarien ist nämlich so stark wie die Sonne mittags am Äquator, sodass die Haut geschädigt und das Hautkrebsrisiko erheblich erhöht wird. Übrigens: Die Nutzung eines Solariums ist unter 18-Jährigen gesetzlich verboten.

„Das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, steigt auf fast 200 Prozent, wenn Solarien bis zu einem Alter von 35 Jahren regelmäßig genutzt werden“, verdeutlicht Professor Dr. Breitbart die Gefahr.

Kostenlose Vorsorge

Fragen zum richtigen UV-Schutz können Krankenversicherte ab 35 Jahren auch im Rahmen der Hautkrebs-Früherkennungs-Untersuchung an den Arzt stellen. Bei der Untersuchung selbst werden individuelle Risikofaktoren auf Hautkrebs ermittelt.

Das entsprechende Screening geht nach Angaben des ADP schnell und ist schmerzlos. Es wird in der Regel vom Arzt ohne weitere Hilfsmittel mit bloßem Auge durchgeführt.

Mehr Details

„Wir sind sehr zuversichtlich, dass das wichtigste Ziel des Hautkrebs-Screenings – die Senkung der Zahl der Todesfälle beim malignen Melanom – schon in naher Zukunft erreicht werden kann“, betont Gerd Nettekoven.

Mehr Informationen über den richtigen Sonnenschutz und das Hautkrebs-Screening in Form von kostenlosen Ratgebern, Präventionsfaltblättern und Plakaten sind online bei der Deutschen Krebshilfe oder auch telefonisch unter der Telefonnummer 0228/729900 und im Internetauftritt der ADP erhältlich.

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