Riester-Zulagen bis zum Jahresende sichern

 - 

Das Beste an der Riester-Rente sind die Zulagen. Auch die Steuerersparnisse sind nicht zu verachten. Kleiner Haken: Beides müssen Sie beantragen. Ob Sie Ihre Rendite durch gesundheitsbewusstes Verhalten, wie zum Beispiel Sport, erhöhen, bleibt Ihrer Selbstdisziplin überlassen.

Der Staat fördert die Riester-Rente mit Zuschüssen. Doch um diese zu erhalten, muss jeder Riester-Sparer einen Antrag stellen.

Tipp
Wenn Sie noch keinen Dauerzulagenantrag gestellt haben, empfiehlt es sich, das noch vor dem Jahresende nachzuholen und die staatliche Zulage für den Riester-Vertrag zu beantragen

Die Zulagen können Sie zwei Jahre rückwirkend beantragen. Bis zum 31.12.2011 können Sie noch den Zulagenantrag für 2009 und für 2010 stellen.

Tipp
Eine Riester-Rente rentiert sich dann besonders hoch, solange für mehrere Kinder Kindergeld fließt. Außerdem profitieren Gutverdiener von Steuerersparnissen in Höhe ihres Grenzsteuersatzes, der bei bis zu 45 Prozent liegen kann. Und drittens profitieren Gesundheitsbewusste von einer Rentenversicherung mehr als andere, weil sie älter werden und die Rente länger beziehen.

"Riestern" zur privaten Altersvorsorge ist weiterhin beliebt. Bis Ende Juni 2011 wurden rund 14,8 Millionen Riester-Verträge in Deutschland abgeschlossen. Rund drei Viertel davon entfielen auf die Riester-Rentenversicherungen.

Viele Riester-Sparer stellen allerdings keinen Antrag auf staatliche Zulage und verschenken damit viel Geld. Die entgangenen Zulagen wirken sich aber negativ auf die mögliche Höhe der privaten Rente aus.

Den Antrag auf Altersvorsorgezulage bekommen Sie bei dem Versicherer, bei dem Sie Ihren Riester-Vertrag abgeschlossen haben. Der Versicherer leitet dann den ausgefüllten Antrag an die staatliche Zulagenstelle weiter.

Tipp
Wer nicht jedes Jahr aufs Neue einen Antrag stellen will, sollte einen Dauerzulagenantrag nutzen. Der Versicherer beantragt damit jedes Jahr automatisch die Zulage.

Hohe Zulagen - vor allem für Kinder

Die Grundzulage für einen Erwachsenen beträgt maximal 154 Euro im Jahr. Für jedes Kind gibt es 185 Euro extra und für Kinder, die 2008 oder später geboren sind, zahlt der Staat sogar 300 Euro Zulage im Jahr. Berufseinsteiger unter 25 Jahre erhalten zusätzlich einmalig eine Sonderzulage in Höhe von 200 Euro.

Um die maximale Förderung zu erhalten, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Zum einen muss der entsprechende Zulagenantrag gestellt worden sein, zum anderen beträgt der notwendige Eigensparanteil vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahrs abzüglich der Zulagen, maximal jedoch 2.100 Euro.

Bei Gehaltserhöhung Sparrate anpassen

Steigt das rentenversicherungspflichtige Bruttoeinkommen, müssen auch die Sparraten im Folgejahr angepasst werden. Wird das versäumt, kommt es zu Kürzungen der staatlichen Zulage.

Tipp
Werden Sie selbst aktiv, wenn sich an Ihrer persönlichen Situation etwas ändert, beispielsweise das Einkommen verändert oder wenn es Familienzuwachs gibt. Das sollte man immer seinem Altersvorsorgeberater melden, denn für Kinder gibt es Extra-Zulagen und außerdem hängt die Höhe des Eigenbeitrags direkt vom Einkommen und der Zulage ab.

Wer bis zum 31.12.2011 einen Riester-Rentenvertrag abschließt, kann sich noch die staatliche Förderung für dieses Jahr sichern. Einzige Bedingung: die Versicherungsbeiträge sind für dieses Jahr nachzuzahlen.

Tipp
Mit der Riester-Rente ist es möglich, mit einem relativ geringen Eigenbeitrag eine zusätzliche private Altersvorsorge aufzubauen. Die Riester- Rente eignet sich wegen der Zulagen vor allem für junge Leute und Familien. Aber auch Besserverdienende profitieren von der hohen staatlichen Förderung über zusätzliche Steuervorteile. Je früher man sich für einen Abschluss entscheidet und sich die Zulagen sichert, desto höher ist im Rentenalter die Leistung.

Weitere News zum Thema

  • Gegen eine überhöhte Stromrechnung

    [] (verpd) Erhöht sich der Stromverbrauch eines Konsumenten ohne ersichtlichen Grund in erheblichem Umfang, so ist es Sache des Stromversorgers zu beweisen, dass kein Fehler bei der Abrechnung vorliegt. Das hat das Landgericht Magdeburg entschieden (Az. 11 O 405/16). mehr

  • Nicht jedes Geschenk gefällt

    [] (verpd) Wer als Schenker und Beschenkter Wert darauf legt, ein Geschenk auch nach Weihnachten umtauschen zu können, sollte auf bestimmte Kriterien achten. In Deutschland gibt es nämlich kein generelles Umtauschrecht für eine an sich fehlerfreie Ware. Eine neu gekaufte Ware kann rein rechtlich nur in bestimmten Fällen umgetauscht werden. Und selbst wenn ein Händler ein Umtauschrecht einräumt, ist dies meist nur für einen gewissen Zeitraum und unter bestimmten weiteren Bedingungen möglich. mehr

  • Damit Weihnachten und Silvester in guter Erinnerung bleiben

    [] (verpd) Gerade in der Weihnachtszeit und insbesondere auch an Silvester ist das Brand- und Verletzungsrisiko signifikant höher. Diverse Versicherungspolicen schützen zumindest vor den finanziellen Schäden, die durch solche Brände und Schadensereignisse verursacht werden können. mehr

  • Die größten Sorgen der Deutschen

    [] (verpd) Die Furcht vor einer schweren Krankheit führt das Sorgen-Ranking der Bundesbürger an. Dies zeigt eine Umfrage, die ein Marktforschungs-Institut im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) durchgeführt hat. Demnach sind die wirtschaftlichen Ängste zwar in den letzten Jahren insgesamt rückläufig, haben aber in der Altersgruppe der 30- und 59-Jährigen zum Teil deutlich zugenommen. mehr

  • Gericht entscheidet, ob Gewaltopfer glaubhaft erscheinen

    [] Nur das Gericht selbst und nicht ein von ihm gehörter aussagepsychologischer Sachverständiger entscheidet, ob Angaben eines Gewaltopfers zur Tat relativ wahrscheinlicher sind als die Annahme, das von ihm Geschilderte habe so nicht stattgefunden. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.