Ratenkredite: Dank einer neuen EU-Richtlinie wird die Kündigung zukünftig leichter

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Ob Urlaub, neue Möbel oder ein neues Auto - aus der Portokasse bezahlen diese Konsumwünsche immer weniger Verbraucher. Für die zum Kauf nötige Liquidität sorgt stattdessen ein Ratenkredit - auch bekannt als Verbraucher- oder Konsumentenkredit. Doch wie wird man ihn wieder los?

Wer nach dem Abschluss des Kredits überraschend zu Geld gekommen ist oder anderweitig bessere Zinskonditionen in Anspruch nehmen möchte, wird den Ratenkredit nicht so einfach wieder los.

Bei Kreditzinsen von neun oder zehn Prozent und angesichts des zusätzlichen Bearbeitungsaufwands sind die Banken alles andere als begeistert, wenn diese ihr Geld früher zurückbekommen als ursprünglich vereinbart: Längere Kreditlaufzeiten bedeuten für die Banken höhere Gewinne.

Doch künftig können Ratenkredite leichter abgelöst werden. Dafür sorgt eine neue EU-Richtlinie, die seit dem 11.6.2010 gilt. Der Kreditnehmer kann seinen Ratenkredit dann vom ersten Tag an ganz oder teilweise wieder kündigen. Allerdings kann die Bank weiterhin eine Gebühr für die Aufhebung des Kreditvertrages verlangen.

Die sog. Vorfälligkeitsentschädigung beträgt 1 Prozent der Rückzahlungssumme. Läuft die Restlaufzeit des Kredites weniger als 12 Monate, dann fallen nur noch 0,5 Prozent an Vorfälligkeitsentschädigung an. Dadurch wird Kreditnehmern die Umschuldung auf einen preiswerteren Kredit erleichtert.

Tipp
Die anfallenden Kosten für die Vorfälligkeitsentschädigung, bei vorzeitiger Ablösung Ihres Ratenkredits, sollten Sie in Ihrer Kalkulation bei einer Umschuldung auf einen günstigeren Kreditgeber berücksichtigen. Die neue Richtlinie gilt übrigens nicht für Grundstückseigentümer mit einem Hypothekenkredit sowie für vor dem 11.6.2010 abgeschlossene Ratenkredite.

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